Kapelle Wilsberg

Errichtung der neugotischen Marienkapelle in Wilsberg

Im Verlaufe der Jahre 2013/2014 entwickelte sich bei den Eheleuten Herbert und Maria-Elisabeth Geringhoff der Gedanke, auf Ihrem Privatgrundstück in Asbach-Wilsberg eine Kapelle im neugotischen Baustil errichten zu wollen. Die dafür notwendigen Planungen und Genehmigungsverfahren fanden im ersten Quartal des Jahres 2017 ihren Abschluss – das Bauprojekt wurde in Angriff genommen.

An der Errichtung der Marienkapelle waren mehr als 20 Gewerke beteiligt, viele davon aus der heimischen Umgebung. Die architektonischen Vorgaben orientierten sich von Anfang an am neugotischen Baustil des 19. Jahrhunderts (ca. 1850).

Eindrucksvoller Baukörper und stilgerechte Einrichtung

Der Baukörper der Kapelle wurde mit den für die Neugotik typischen Spitzbogenfenstern versehen. Der Chor der Kapelle zeigt im oberen Bereich einen runden Lichteinlass. Die aus handgefertigter Bleiverglasung bestehenden Fenster erhielten eine Einfassung aus sandfarbenem Naturstein. Das gleiche Material wurde für die Gewände des zweiflügeligen Eingangportals verwandt. Die umlaufende Sockeleinfassung sowie die Eingangsstufen der Kapelle bestehen aus anthrazitfarbenem Naturstein.

In das mit Schiefer bedeckte Steildach wurde ein stilgerechter Glockenturm mit Schall-Lamellen integriert. Auf der Spitze thront ein kunstgeschmiedetes, teilvergoldetes Turmkreuz. Die Gesamthöhe der Kapelle beträgt 11 Meter.

Der neugotische Baustil wurde auch bei der Inneneinrichtung beibehalten. Im nach Osten ausgerichteten Chor steht, auf einem Altar in zentraler Position, eine 1,40 Meter hohe Madonnenstatue. Feiner Blumenschmuck, sakrale Kerzen, schöne Gemäldeabbildungen und handgeschnitzte Heiligenfiguren erzeugen ein andächtig-stilles Stimmungsbild. Die ebenfalls im neugotischen Stil handgefertigten Sitzbänke und die ausliegenden Gebetsbücher tun ihr Übriges. Ein Kerzenlichtständer gibt die Möglichkeit, das eine oder andere Opferlicht anzuzünden. Eindrucksvoll sind auch die mit Kreuzmotiven versehenen Zementfliesen auf dem Boden.

Der Chorbereich ist vom Besucherraum optisch durch einen hochgezogenen Spitzbogen getrennt. Die 4 Meter hohe Decke erhielt eine Rundumeinfassung aus echtem Gipsstuck mit neugotischen Motiven. Die Deckenmitte ziert ein Deckenspiegel aus dem gleichen Material.

Im Glockenturm befindet sich eine eigens für die Marienkapelle gegossene Bronzeglocke mit der Aufschrift „Ave Maria, gratia plena“. Wie bei vielen neugotischen Gotteshäusern üblich, kann die Glocke durch ein Läuteseil im inneren der Kapelle zum Klingen gebracht werden.

Bauabschluss und Einweihung

Nach rund zweijähriger Bauzeit war die der Gottesmutter Maria gewidmete Kapelle fertiggestellt. Am 30. Mai 2019 (Christi Himmelfahrt) wurde die Marienkapelle in Wilsberg feierlich von Pfarrer Lothar Anhalt eingeweiht. Mehr als 250 Menschen nahmen an den stimmungsvollen Feierlichkeiten teil.

Private Marienkapelle für die Öffentlichkeit zugänglich

Die Marienkapelle befindet sich im Privatbesitz der Eheleute Geringhoff und steht auf ihrem Privatgrundstück im Asbacher Ortsteil Wilsberg. Dennoch hat das Ehepaar die Marienkapelle für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Gotteshaus ist täglich für Besucher geöffnet und über einen eigens angelegten Weg erreichbar. Die Marienkapelle befindet sich im untersten Teil des Dorfes Wilsberg. Der Weg zum Gotteshaus ist ausgewiesen.

Weitere Informationen zur Marienkapelle:

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