In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Stehen Sie auch manches Mal vor dem Regal mit den Duschgels und wissen vor lauter Auswahl nicht, was Sie nehmen sollen? Hier kommt die Lösung für alle Plastikprobleme: Dusche am Stück, eingewickelt in Papier oder in einem Pappkarton und das auch noch in allen möglichen Duftnoten und für unterschiedliche Hauttypen.
Greifen auch Sie zu den Duschseifen. Für die Reise sind besonders gut geeignet, sie können nicht auslaufen. Das gleiche gibt es auch für Haarshampoos für alle möglichen Haartypen.
Haarspülungen gehören auch zu den Pflegeprodukten, die oft Mikroplastik enthalten. Es gibt tatsächlich Alternativen. Eine Spülung aus Wasser und Apfelessig hat den gleichen Effekt. Für den Anfang mischen Sie am besten 1 Liter Wasser mit 2 Esslöffeln Essig. Ganz langsam können Sie den Anteil von Essig bis zu einem Verhältnis von 2:1 erhöhen. Sie werden erstaunt sein, wie Ihr Haar in einem neuen Glanz erstrahlt. Und keine Angst vor Essigeruch: Er verfliegt, sobald die Haare trocken sind. Hintergrund: Die saure Rinse neutralisiert den ph-Wert Ihrer Pflegeprodukte. Besonders wenn Sie regelmäßig Haarseife anstatt Shampoo verwenden, hilft die Rinse, Seifenrückstände auszuspülen. Außerdem wird die Kopfhaut gründlich gereinigt. Vorsicht ist geboten, wenn Sie Ihre Haare mit Chemieprodukten färben, die Ammoniak oder Silikon enthalten. Dann sollten Sie die saure Rinse nicht verwenden.
Warum ist Mikroplastik so schlimm? Mikroplastik ist überall: in Wasch- und Putzmitteln, in Plegeprodukten und Kosmetik. Und unsere Kleidung gibt beim Waschen ebenfalls Mikroplastik ab. 35 % Mikroplastik im Meer sind Faserabrieb von Textilien. Über unser Abwasser gelangt es in Flüsse und Gewässer und damit ins Meer. Auch der Klärschlamm, der als Dünger auf die Felder kommt, enthält Mikroplastik. Leider steht auf den Verpackungen der Produkte nicht drauf, dass sie Mikroplastik enthalten, deshalb hier nun eine Liste, hinter welchen Bezeichnungen sich Mikroplastik verbirgt:
Acrylate (AC, ACS), Dimethiconol, Methicone, Polyamide (Nylon), Polyacrylate (PA), Polymethylmethacrylate (PMMA), Polyquaternium (PQ), Polyethylene (PE), Polyethyleneglycol (PEG), Polyethylenterephthalate (PET), Polypropylene (PP), Polypropyleneglycol (PPG), Polystyrene (PS), Polyurethane (PUR), Siloxane
Unter www.codecheck.info können Sie schnell die Inhaltsstoffe prüfen.
Meiden wir Produke mit Mikroplastik und schonen unsere Umwelt und unsere Heimat. Alternativen zu vielen Plfegeprodukten erscheinen an dieser Stelle in den nächsen Wochen.
Gerade jetzt im Winter ist es besonders schön, es sich mit einer Tasse Tee gemütlich zu machen. Wussten Sie, dass in ganz vielen Teebeuteln Plastik versteckt ist? Selbst in Bio-Teebeuteln? Leider ist das so – achten Sie daher auf das Kleingedruckte. Einige Hersteller weisen nämlich darauf hin, dass ihre Teebeutel biologisch abbaubar bzw. kompostierbar sind. Steht das drauf, dann ist alles in Ordnung und Sie können den Teebeutel in der Biotonne entsorgen oder in den Kompost werfen. Steht nichts drauf und handelt es sich um Ihren Lieblingstee, können Sie beim Hersteller nachfragen. Wenn Plastik enthalten ist, sollten Sie besser auf andere Marken umsteigen, denn die Stoffe landen nicht nur in der Umwelt, sondern auch in Ihnen. Noch besser als jeder Teebeutel ist allerdings loser Tee – und es gibt es auch richtig schöne Teekannen, die eine passgenauen Edelstahlfilter enthalten, superpraktisch und ganz ohne Abfall, das ist die beste Variante.