Ortsgemeinde ASBACH
Der lebenswerte Zentrumsort im vorderen Westerwald
Der lebenswerte Zentrumsort im vorderen Westerwald

Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

12.09.2022 - Hundekot gehört in den Beutel

Die Deutschen besitzen rund fünf Millionen Haushunde, die jeden Tag geschätzte 2.500 Tonnen Kot produzieren. Nur ein Teil davon wird von den Besitzern aufgesammelt und ordnungsgemäß entsorgt. Hundehaufen am Wegesrand, im Wald, auf Wiesen, Feldern und Weiden sind eklig, ärgerlich – und  gefährlich für Mensch, Tier und die Umwelt. Sie verbreiten nicht nur unangenehme Gerüche, sie können auch Bakterien, Viren und Parasiten beinhalten, die sich auf andere Hunde, Tiere und Menschen übertragen können. Prominente Beispiele sind eine Reihe von Haken-, Spul-, Peitsch- und Bandwürmern wie Hundebandwurm und Fuchsbandwurm. Wenn Hundekot in der Natur liegen bleibt, gelangt er mit der Zeit in Böden und Gewässer. Die Hinterlassenschaften enthalten große Mengen an Stickstoff und Phosphor, die das Grundwasser veruneinigen.

Hundekot ist kein Dünger – weder im Wald noch auf der Wiese, weil der Hund im Gegensatz zu Pferden und Rindern kein Pflanzenfresser ist. Hundekot stellt eine potentielle Gefahr für dort lebende und fressende Tiere dar und trägt zur Verbreitung von Krankheiten bei. Hundekot ist also erwiesenermaßen ein Gesundheitsrisiko für Menschen und andere Tiere. Oder möchten Sie auf verunreinigten Feldern angebaute Lebensmittel zu sich nehmen?

Auch wenn der Hund regelmäßig entwurmt oder der Kot untersucht wird, bedeutet das nicht, dass er auch dann, wenn das Häufchen liegen gelassen wird, tatsächlich wurmfrei ist. Wurmbehandlungen wirken nicht vorbeugend!

Wer den Hundekot eintütet und ordnungsgemäß entsorgt, verhält sich rücksichtsvoll gegenüber seinen Mitmenschen und anderen Tieren. Das kann dazu beitragen, den Ruf von Hunden und Hundehaltern im Allgemeinen zu verbessern.

Und wer sich Gedanken um die hohe Müllproduktion macht - es gibt neben den klassischen Beuteln aus Plastik mittlerweile Alternativen aus Biokunststoffen oder Papier. Auch altherkömmliche Methoden, wie die ausgediente Zeitung, sind auf jeden Fall einen Gedanken wert.

Und zuletzt: Die Hundesteuer, die Sie für ihre Vierbeiner zahlen müssen, beinhaltet KEINEN kostenlosen Hundehaufen-Einsammel-Service der Gemeinde.

07.09.2022 - Auch ein Kühlschrank braucht besondere Behandlung

Der Kühlschrank gehört zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Es lassen sich Strom und Kosten sparen, wenn das Gerät an einem kühlen Ort aufgestellt wird. Schon deshalb sollte die Küche eine Zimmertemperatur von 18 Grad haben. Es reicht völlig aus, wenn die Temperatur des Kühlschranks innen bei 7 Grad liegt.
Der Kühlschrank benötigt die meiste Energie, wenn die Tür geöffnet ist. Sie sollten die Einkäufe schnell einräumen, das Gerät braucht noch genug Strom, wenn die frisch eingeräumten Lebensmittel heruntergekühlt werden müssen. Legen Sie die Lebensmittel am besten in Dosen in den Kühlschrank und verpacken Sie auch die Nahrungsmittel im Gefrierfach gut. Heiße Gerichte sollten erst auf Raumtemperatur abgekühlt werden, bevor diese in den Kühlschrank kommen. Er braucht dann weniger Energie, um die Nahrungsmittel weiter herunter zu kühlen.
Bei Kühlschränken mit Tiefkühlfach sollten diese immer dann abgetaut werden, wenn sich eine Eisschicht gebildet hat, denn diese erhöht den Stromverbrauch.
Es lohnt sich, bei längerer Abwesenheit von zuhause den Kühlschrank ganz abzuschalten. Dann muss aber die Tür offen stehen, um Schimmelbildung zu vermeiden

30.08.2022 - Schützen Sie unsere Moore

 

Im Herbst und im Frühjahr werden die Gärten besonders bearbeitet, Blumen und Pflanzen umgetopft, Neues angepflanzt. Dazu wird oft gekaufte Blumenerde verwendet, die zum größten Teil aus Torf besteht. Für die Torfgewinnung müssen Moore trockengelegt werden und diese trockengelegten Flächen tragen zum Klimawandel bei. Wussten Sie, dass etwa 3 % der weltweiten Landflächen aus Mooren und Hochmooren bestehen? Diese speichern doppelt so viel CO2 wie alle Wälder der Welt zusammen. Hinzu kommt, dass das in der Torferde gespeicherte CO2 nach dem Abbau wieder frei gesetzt wird. Deshalb ist es so wichtig, dass unsere Moore geschützt werden. Das gelingt am besten, wenn wir für unsere Gärten und Pflanzen keine Torferde mehr benutzen, sondern auf Alternativen, z.B. Kompost, zurückgreifen. Grüngutkompost wird aus Gras-, Rasen-, Gehölz- und Heckenschnitt und aus Herbstlaub hergestellt, das ja gerade jetzt anfällt. Rindenmulch eignet sich besonders im Spätherbst, um die Beete vor Kälte zu schützen und ihnen neue Nährstoffe zu geben. Er schützt sie vor dem Austrocknen, da die Sonnenstrahlen nicht mehr so leicht in die Erde eindringen können und es verdunstet weniger Wasser. Auch bei starkem Regen schützt Rindenmulch, denn so verhindert er, dass die Erde aufgrund des vielen Wassers weggespült wird.

Schützen Sie unsere Moore und verzichten Sie auf Torf!

30.08.2022 - Energiesparen beim Heizen

Heizen wird nicht nur immer teurer, es ist auch der mit Abstand größte Energieverbraucher und CO2-Verursacher. Man sollte allerdings auch nicht zu wenig heizen, es wird ungemütlich und die Schimmelgefahr steigt. Mit dem richtigen Wechsel beim Heizen und Lüften kann man aber Heizkosten senken, die Umwelt schonen und Schimmelbildung vermeiden.

Die Raumtemperatur soll auf keinen Fall mehr als 20 °C betragen, in der Küche reichen 18 °C, im Schlafzimmer 17 °C. Senken Sie die Raumtemperatur nachts und tagsüber, wenn sie einige Stunden lang nicht da sind, auf etwa 18 °C ab. Wenn Sie mehrere Tage verreist sind, reichen 15 °C.

Regelmäßiges Lüften in der Heizsaison ist unerlässlich. Es ist wirksamer, mehrmals täglich die Fenster ganz zu öffnen und fünf Minuten kurz und kräftig durchzulüften („stoßlüften“), als sie dauerhaft zu kippen. Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter sollten Sie lüften, um Schimmelbildung durch Feuchtigkeit zu vermeiden.

Dichten Sie poröse und undichte Fenster und Türen ab. Viel Energie geht durch Zugluft an Fenstern und Türen verloren. Nachts sollten Sie alle Rollladen schließen, um Wärmeverluste zu vermeiden.

Eine Wartung und Überprüfung Ihrer Heizungsanlage am Anfang der Heizperiode gewährleistet einen optimalen Betrieb. Dazu gehört auch die Entlüftung der einzelnen Heizkörper.