Ortsgemeinde ASBACH
Asbach, der lebenswerte Zentrumsort im vorderen Westerwald
Asbach, der lebenswerte Zentrumsort im vorderen Westerwald

Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

01.02.2023 - Der Umwelt zuliebe "Mehrweg – der bessere Weg"


Auch wenn aus Altglas neue Glasverpackungen erzeugt werden können, sind Mehrweg-Verpackungen aus Glas immer sinnvoller. So endete der Umwelttipp der letzten Woche. Hier nun vier gute Gründe für Mehrweg:

1.  Mehrweg macht weniger Abfall

Eine Mehrwegflasche aus Glas wird bis zu 50mal wieder befüllt, eine Mehrwegflasche aus PET immerhin noch bis zu 25mal, bevor sie recycelt wird. Die Einwegflasche kann nur ein einziges Mal befüllt werden. Damit ersetzt ein Kasten mit 20 Mehrwegflaschen aus Glas – bei gleichem Volumen – 1.000 Einwegflaschen.

2. Mehrweg verbraucht weniger Rohstoffe

Die Einsparungen von Rohstoffen gegenüber Einwegverpackungen ist erheblich, weil Mehrwegflaschen oft befüllt werden können. Mehrweg leistet also einen bedeutenden Beitrag zur Schonung von Ressourcen.

3.  Mehrweg spart Energie

Die benötigte Energie für die Herstellung einer Mehrwegflasche ist im Vergleich zu Einwegverpackungen sehr gering. Trotz des Transports bei der Rücknahme und trotz des Reinigungsaufwands der Mehrwegflaschen verbrauchen Einwegflaschen drei- bis fünfmal so viel Energie wie vergleichbare Mehrwegverpackungen.

4. Mehrweg heißt "kürzere Wege" – Mehrweg stärkt die regionale Wirtschaft

Regionale Abfüller nutzen hauptsächlich Mehrwegsysteme, Getränke in Einwegverpackungen werden oft durch halb Europa transportiert. In Deutschland gibt es auf gleichem Raum so viele mittelständische Brauereien, Mineralbrunnen und Fruchtsafthersteller wie sonst nirgendwo auf der Welt. Die besten Mehrwegflaschen sind sogenannte „Pool-Flaschen“, die von unterschiedlichen Unternehmen genutzt werden können und daher nicht so weit zur Spülung und Wiederbefüllung transportiert werden müssen.

01.02.2023 - Der Umwelt zuliebe "Altglas richtig entsorgen"


Glas kann grundsätzlich beliebig oft geschmolzen und zu neuen Produkten verarbeitet werden. Altglas schmilzt nämlich bei niedrigeren Temperaturen als die Rohstoffe, die zur Glasherstellung erforderlich sind. Dadurch verringert sich der Energiebedarf zur Herstellung von neuen Glasbehältern. So sinkt z.B. der Bedarf an Schmelzenergie um bis zu 3%, wenn 10% Altglas beigemischt werden. Gleichzeitig wird eine Deponierung von Altglas überflüssig. Altglasrecycling verringert also die CO2-Emissionen und schont Deponieraum für Abfälle. Die Einsparung von Rohstoffen (unter anderem Quarzsand, Soda, Kalk) ist ebenfalls nicht zu verachten.

 

Container für Altglas befinden sich in unserer Verbandsgemeinde an unterschiedlichen Standorten, die alle gut zu erreichen sind und sich oft mit anderen Besorgungen verbinden lassen. Für die Entsorgung ist die Firma Rezero zuständig. Beachten Sie bitte folgende Hinweise:

·      Entfernen Sie die Schraubdeckel, das vermindert den Ausschuss des nicht nutzbaren Altglases.

·      Nur sogenanntes Behälterglas (Flaschen, Konservengläser etc.). gehört in den Container.

·      Werfen Sie das Glas in das farblich richtige Einwurfloch. Im Zweifelsfall (z.B. weiß-grün oder blau) verwenden Sie den Container für Grünglas.

·      Achten Sie darauf, dass Sie keine Mehrwegflaschen in den Container werfen.

·      Halten Sie die Umgebung der Container sauber und stellen Sie keine Kartons oder Plastiktüten neben die Container.

 

Auf keinen Fall dürfen Porzellan, Keramik, Bleikristallgläser und temperaturbeständiges Glas in den Altglas-Container. Sie gehören in den Restmüll, ebenso wie Fenster- und Spiegelglas. 

Ein Wort zum Schluss: Auch wenn aus Altglas neue Glasverpackungen erzeugt werden können, sind Mehrweg-Verpackungen aus Glas immer sinnvoller. Dazu nächste Woche mehr!

30.01.2023 - Müll gehört in die Tonne oder zum Wertstoffhof


Im Winter, wenn Bäume und Sträucher kein Laub tragen, wird es offensichtlich: An einigen Stellen im Wald, an Parklätzen oder Wegesrändern liegt wilder Müll. Und das geht uns alle an. Denn wilder Müll verschandelt nicht nur unsere Umwelt. Er stellt auch eine erhebliche Gefahr für die Natur und unsere Gesundheit dar. Dabei ist die unrechtmäßige Entsorgung oftmals genauso aufwendig oder sogar aufwendiger als den Müll zum Wertstoffhof zu bringen oder über einen Entsorgungsscheck abholen zu lassen.
Bei den wilden Ablagerungen handelt es sich meist um Sperrmüll oder Elektroschrott. Das könnten die Verursacher mit einem Entsorgungsscheck vor der Tür abholen lassen. Das Abladen solcher Gegenstände verursacht viel Bürokratie und erhebliche Folgekosten, die am Ende hinsichtlich der Entsorgung von der Allgemeinheit getragen werden müssen.

Auch Gartenabfälle gehören nicht in den Wald oder in die Natur. Darin finden sich oft Samen oder Pflanzenteile von sogenannten Neophyten, Pflanzen, die bei uns nicht heimisch sind. Neophyten, wie der Japanische Staudenknöterich oder das Indische Springkraut breiten sich teils stark aus. Dadurch werden heimische Pflanzenarten verdrängt.

Illegale Müllentsorgung ist keinesfalls ein Kavaliersdelikt. Verursacht die illegale Müllentsorgung eine Verschmutzung von Luft, Boden oder Gewässern, handelt es sich sogar um eine Straftat. Bei der Bemessung der Strafe wird berücksichtigt, in welchem Ausmaß der illegal entsorgte Müll den Boden, die Luft oder die Gewässer nachhaltig verunreinigt. Für eine Verurteilung reicht es aus, dass die Gefahr der Verunreinigung besteht.

Fazit: Nutzen Sie die Entsorgungsschecks oder bringen Sie Ihren Müll zu den Wertstoffhöfen nach Linkenbach oder Linz. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag: 08:00 bis 16:00 Uhr, Samstag 08:00 bis 12:00 Uhr, Annahmeschluss:
15 Minuten vor Betriebsende.

Melden Sie illegale Ablagerungen über das Formular der Abfallwirtschaft im Landkreis Neuwied oder nutzen Sie die App von MÜLLweg! DE, wenn Sie illegale Müllablagerungen in unserer Region sehen. In der Regel kommen die Verursacher aus anderen Landkreisen.

30.01.2023 - Jetzt unbedingt Nistkästen aufhängen


Wenn die Temperatur milder wird, fangen die ersten Vögel lautstark an zu zwitschern. Sie bereiten sich auf den Frühling und den Nestbau vor. Das ist für uns Menschen der Hinweis, spätestens jetzt die vorhandenen, bereits genutzten Nistkästen zu leeren und zu säubern. Denn die Vögel nutzen im Frühjahr nur ausgeleerte Kästen.

Die optimale Zeit, neue Nistkästen anzubringen, ist das zeitige Frühjahr. Grundsätzlich gibt es jedoch keinen Monat, in dem man das nicht machen sollte. Die Vögel brüten nämlich nicht nur in den Nistkästen, sondern schlafen auch gern darin. Es fehlen vielerorts oft natürliche Möglichkeiten, z.B. Höhlen und Baumlöcher. Nistkästen sorgen nicht nur für einen Ersatzlebensraum, sie ermöglichen im Garten auch schöne Natur­beobachtungen. Viele Vogelarten, vom Hausrotschwanz bis zum Mauersegler, suchen auch gern die Nähe zum Menschen.

Die Nistkästen sollten auf keinen Fall der prallen Sonne ausgesetzt sein, es  sollte möglichst nicht reinregnen können oder für Katzen und andere Vogelfeinde leicht zu erreichen sein. Wenn wiederholt kein Vogel einzieht, sollte ein neuer Standort ausprobiert werden.

Nistkästen gibt es in vielen Geschäften der Region für wenig Geld zu kaufen, die man dann mit den Kindern und Enkeln schön gestalten kann. Man kann sie aber auch selber machen, genau die richtige Beschäftigung für nasskalte Wintertage.