Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

Tipp 18 - Vogeltränke

In den nächsten Monaten kann es richtig heiß werden. Denken Sie bitte dabei auch an unsere Gartentiere wie Igel, Schmetterlinge, Vögel, Kröten, Bienen und Co.

Wenn es heiß und trocken ist, müssen Vögel mehr trinken – genau wie wir.

Vögel müssen zweimal am Tag trinken, damit sie genügend Flüssigkeit aufnehmen. Im Sommer sind viele Pfützen und Gräben ausgetrocknet, deshalb brauchen sie jetzt Wasser von uns, mit einer Vogeltränke aus Ton oder festem Plastik. Alte Blumentopf-Untersetzer eignen sich ideal als Vogeltränke, es tun aber auch eine flache Schüssel oder ein ausrangierter Suppenteller. Wichtig ist, dass die Tränke am Rand flach und ihr Untergrund rau ist, damit die Vögel gut an das Wasser kommen und nicht rutschen.

Vögel trauen sich nur an eine Wasserstelle heran, wenn sie ihnen sicher erscheint. Am besten steht die Vogeltränke an einem Ort, von dem aus die Vögel ihre Umgebung gut beobachten können. Die Tränke darf nicht direkt auf dem Boden, sondern muss leicht erhöht stehen. Sie sollte ungefähr drei Meter vom nächsten Gebüsch entfernt sein, damit die Vögel beim Trinken nicht von Feinden überrascht werden. Allerdings ist ein Baum in der Nähe vorteilhaft – so können sich die Vögel schnell in Sicherheit bringen, wenn sich doch mal Gefahr nähert.

Das Wasser in der Vogeltränke muss regelmäßig gewechselt und die Tränke gesäubert werden, sonst können sich in den kleinen Wasserstellen Salmonellen und Trichonaden bilden. Wenn die Vögel verschmutztes Wasser trinken, ist das für sie tödlich. Dafür reicht es, wenn das alte Wasser weggekippt und die Tränke mit heißem Wasser und einer Bürste gereinigt wird. Da Vögel sehr empfindlich sind, sollte auf keinen Fall chemische Reinigungsmittel benutzt werden.

Tipp 17 - Wohin mit dem Grünschnitt

In einem feuchten Mai sind die Landwirte froh und dankbar über den Regen, heißt es doch in einer alten Bauernregel: Ist der Mai kühl und nass, füllt‘s dem Bauer Scheun und Fass.

In den Gärten fällt allerdings jetzt aus diesem Grunde viel Grasschnitt an. Wenn Sie keinen Platz oder keine Zeit zum Kompostieren haben, gibt es einen professionellen Weg, um Ihre Grünabfälle umweltfreundlich weiterzuverarbeiten.

Der Kreis Neuwied hat eine kostenlose Lösung parat und die gilt sogar für weitaus größere Mengen von bis zu 5 Kubikmetern. Wenn die Biotonne für Rasen- und Strauchschnitt nicht ausreicht, greift das Entsorgungsschecksystem, eine bürgerfreundliche Lösung.

Voraussetzung ist die rechtzeitige Anmeldung per Entsorgungsscheck. Die Anmeldung kann entweder online auf der Internetseite der Abfallberatung (www.abfall-nr.de) erfolgen oder per Entsorgungsscheck aus dem aktuellen Abfuhrkalender. Die Termine entnehmen Sie bitte dem Abfuhrkalender. Ersatzschecks liegen bei den Verbandsgemeindeverwaltungen, der Stadt- und Kreisverwaltung Neuwied sowie an den Wertstoffhöfen des Landkreises zur Mitnahme aus.

Und so funktioniert es: Grünabfälle per Scheck oder online anmelden. Terminbestätigung abwarten. Grünabfall am mitgeteilten Abfuhrtag spätestens bis 6.00 Uhr an den Straßenrand bringen. Grasschnitt und Laub in geeigneten Gefäßen wie z.B. Plastiksäcken, Wannen oder Kartons bereitstellen. Die Gefäße werden bei der Abholung entleert und zurück gelassen. Strauchschnitt vorher bündeln.

Tipp 16 - Leitungswassertrinken ist Klimaschutz

Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel – und eines der nachhaltigsten.

Leitungswassertrinken ist Klimaschutz! Es schmeckt gut, ist immer verfügbar und hat eine positive Umweltbilanz: unser Leitungswasser aus dem Hahn. Flaschenwasser erzeugt lange Lieferketten. Das ist unnötig und bringt auch gesundheitlich nichts. Durstlöschen direkt am Wasserhahn reduziert die Menge an Wasserflaschen, die bei Herstellung, Transport und Entsorgung große Mengen Energie und Rohstoffe verbrauchen und das Klima belasten. In Deutschland werden laut der Deutschen Umwelthilfe noch jährlich 16,4 Milliarden Einweg-Plastikflaschen für Getränke genutzt. Aber auch für Wasser aus Mehrwegflaschen gilt, dass es eine schlechtere Umweltbilanz hat als Leitungswasser. Seit 1970 hat sich der Flaschenwasserkonsum vor allem in Deutschland unglaublich erhöht, teilweise auf das Zehnfache. Damit ist auch das Aufkommen an Plastikmüll und Treibhausgas-Emissionen massiv gestiegen.

Lasst uns das in jedem Haushalt verfügbare Leitungswasser nutzen. Dadurch können wir einen wertvollen Beitrag zu Ressourcenschutz und Müllvermeidung leisten. Leitungswasser ist ein Naturprodukt, das ortsnah gefördert und verteilt wird.

Deswegen machen wir uns hier vor Ort dafür stark, eine Wasserwende einzuleiten und wieder mehr zum Leitungswasser zu greifen. Damit praktizieren wir aktiven Klimaschutz.

Hahntrinker sind clever, sie sparen Zeit und Geld und reduzieren ihren ökologischen Fußabdruck.

Tipp 15 - Medikamentenentsorgung

Fast 40 Prozent der Bevölkerung entsorgen abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente selten bis regelmäßig über die Toilette oder die Spüle. Diese Belastung der Umwelt durch Medikamentenreste lässt sich einfach verhindern. Durch die richtige Entsorgung können die Rückstände von Medikamenten in Flüssen und Seen verringert werden. Denn nicht nur über die natürliche Ausscheidung sondern gerade auch über die falsche Entsorgung von Medikamenten gelangen die Wirkstoffe über die Kanalisation in die Kläranlage und von dort in die Gewässer.

Im Landkreis Neuwied und in der Verbandsgemeinde Asbach gibt es zwei Wege verschreibungspflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel, wie z.B. Tabletten, Pillen, Tropfen, Zäpfchen, Sprays, Spritzen und Verbandsmaterial zu entsorgen.

Das Schadstoffmobil nimmt Altmedikamente bis maximal 5 kg an. Die Maximalmenge bezieht sich auf das Gesamtvolumen der Behälter und nicht auf den Inhalt. In Asbach steht das Mobil auf dem Parkplatz am alten Sportplatz, Flammersfelder Straße/L 272.

Die Daten werden regelmäßig und rechtzeitig im Mitteilungsblatt veröffentlicht.

Nicht mehr benötigte Arzneimittel können in den Apotheken abgegeben werden.

Für die Entsorgung von Medikamenten für Haustiere gelten die gleichen Regeln.

An einen Ort jedoch gehören alte Medikamente oder Medikamentenreste sicher nicht: In die Toilette, den Abfluss oder die Spüle.

Tipp 14 - Pflanzzeit Eisheilige

Zwischen dem 11. und 15. Mai könnte es noch einmal Frost geben. So eine alte Bauernregel. Es können auch bei eigentlich frühlingshaften Temperaturen noch Kaltlufteinbrüche entstehen, die im Mai besonders nachts noch Frost bringen.

Für Gartenfreunde gilt also, insbesondere Pflanzen, die Temperaturen unter 0 °C nicht vertragen, auf keinen Fall bereits vorher im Freiland ausbringen, denn sie könnten sonst über Nacht erfrieren, wenn die Temperatur drastisch sinkt. Auch viele Jungpflanzen können über die Eisheiligen den Kältetod erleiden, weshalb erfahrene Gärtner kleine Pflänzchen noch im Gewächshaus behalten oder abdecken, bis der 15. Mai vorüber ist.

Besonders forstempfindlich sind Tomaten Gurken Zucchini Bohnen Basilikum oder Sellerie. Es empfiehlt sich, das im Hinterkopf zu behalten und die jungen Pflänzchen von Salat bis Kohlrabi erst danach ins Freie zu pflanzen.

Natürlich unterwirft sich die Natur keinen Gesetzen, sondern sie zeigt sich durchaus eigenwillig. Die Eisheiligen sind daher nur als eine grobe Richtlinie zu betrachten. Sicherheitshalber sollten Sie die Wettermeldungen in der Mitte des Mai beobachten und dann individuell entscheiden, ob wirklich alle Pflanzen nach draußen können und der Winterschutz entfernt werden kann. Denn es gab schon so manchen Spätfrost auch nach den Eisheiligen.