In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Der Umwelt zuliebe: Räumen wir mit einem Irrtum auf!
Wenn wir jetzt in unsere Gärten schauen oder im Wald spazieren gehen, dann sehen wir sie: die kleinen Nager flitzen wie Kobolde wild in der Gegend herum. Flink und fleißig suchen sie Bäume und Böden nach Nahrung ab. Der Winter ist nah, jede Nuss wichtig. Die Knopfaugen, der buschige Schwanz und ihre drollige Angewohnheit, Männchen zu machen – Eichhörnchen sind einfach Sympathieträger. Das gilt für alle Eichhörnchen, ganz gleich, ob sie rot, braun oder schwarz sind.
Die Fellfärbung ist wie unsere Haarfarbe, es gibt eben Unterschiede. Beim Eichhörnchen reicht es von Rot, rotbraun über dunkelbraun bis fast schwarz. Sie erlaubt den Tieren, sich auf Baumarten mit unterschiedlich gefärbter Rinde gut zu tarnen. In höheren Lagen kommen eher dunkle Tiere vor, in tieferen Lagen eher rote.
Viele Menschen halten das heimische Eichhörnchen mit der dunklen Fellfarbe für das invasive Grauhörnchen, das aus Nordamerika stammt und sich in Großbritannien und in Teilen Norditaliens ausbreitet. Das ist grau, deutlich weniger putzig, ein ganzes Stück pummeliger und hat keine weißen Pinsel an den Ohren. Eigentlich besteht ohnehin keine Verwechslungsgefahr, denn das Grauhörnchen kommt in Deutschland nicht vor. (www.faz.net)
Erfreuen wir uns also an unseren Eichhörnchen, ob rot, braun oder schwarz. Und wenn sie ihm etwas Gutes tun wollen, dann stellen sie im Winter ein Futterhaus für Eichhörnchen auf. Sie werden Ihre helle Freude haben, wenn das putzige Tierchen sich die Nüsse herausholt und sie auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse in den Pfoten hält und aufknabbert.
Jedes Jahr werfen Bäume und Sträucher ihre Blätter ab und sorgen so für eine Menge Arbeit. Der herbstliche Alltag vieler Gärtnerinnen und Gärtner besteht aus Harken, Kehren und Einsammeln.
Gerade im Herbst lässt sich aber einiges für die Artenvielfalt tun. Und zwar in erster Linie, indem man weniger tut. Entsorgen Sie nicht alles Laub, lassen Sie bitte in einer Gartenecke einen Laubhügel liegen, den Sie mit ein paar Zweigen oder Steinen windfest machen. Denn viele nützliche Insekten und Kleintiere sind im Herbst auf der Suche nach einem Winterquartier. Dafür brauchen sie Unterschlupfmöglichkeiten, Nistmaterial oder Nahrung. Laub ist ein natürlicher Winterschutz für die Pflanzen und Tiere und hat gleich mehrere Vorteile. Es bietet Igeln und anderen Tieren ein Quartier in der kalten Jahreszeit, denn das Laub isoliert und bietet einen gemütlichen Unterschlupf. So nisten sich Wildbienen und andere Insekten in verdorrten Pflanzenstängeln ein. Vögel klauben Samen aus den trockenen Samenständen, wenn im Winter das Nahrungsangebot knapp wird. Und im Frühling nutzen sie Pflanzenreste, um daraus neue Nester zu bauen.
Nach dem Winter wird das Laub von tausenden Lebewesen abgebaut und in wertvollen Humus umgewandelt. Die Nährstoffe bleiben im Garten. Und noch ein Vorteil: Im Frühjahr danken es Ihnen die Igel und übernehmen die Kontrolle, falls Sie zu viele Käfer, Larven und Würmer im Garten haben sollten.
Reparieren statt Wegwerfen, das sollte unsere Devise sein. Wir werfen viele kaputte Dinge weg, statt sie zu reparieren. Das liegt zum großen Teil an fehlenden Möglichkeiten, die Lebensdauer durch Reparaturen zu verlängern. Die Entsorgung defekter Geräte verursacht jedoch Müllberge, die vermeidbar wären.
Es gibt mittlerweile Initiativen auf privater Ebene, wo man gemeinsam mit anderen unter Anleitung Geräte selbst reparieren oder reparieren lassen kann.
In den häufig „Repaircafés“ genannten Zusammenkünften, treffen sich Menschen, die reparieren können und Spaß daran haben, und andere, die ein kaputtes Gerät haben, das instandgesetzt werden soll. Gemeinsam werkeln sie und lernen dabei, wie sich Geräte wieder zum Laufen bringen lassen. Und ist es nicht auch so, dass uns viele Dinge mit der Zeit ans Herz gewachsen sind? Gelungene Reparaturen geben uns ein gutes Gefühl.
Hunde gelten als die besten Freunde der Menschen. Wer einen Vierbeiner hält, übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen, es benötigt Aufmerksamkeit, Pflege, Fürsorge und Zeit. Laut Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe leben 10,5 Millionen Hunde in Deutschland, die jeden Tag entsprechend viele Kothaufen produzieren. Nur ein Teil davon wird von den Besitzern aufgesammelt und ordnungsgemäß entsorgt. Hundehaufen am Wegesrand, im Wald, auf Wiesen, Feldern und Weiden sind eklig, ärgerlich – und gefährlich für Mensch, Tier und Umwelt. Sie verbreiten nicht nur unangenehme Gerüche, sie können auch Bakterien, Viren und Parasiten beinhalten, die sich auf andere Hunde, Tiere und Menschen übertragen können. Prominente Beispiele sind eine Reihe von Haken-, Spul-, Peitsch- und Bandwürmern wie Hundebandwurm und Fuchsbandwurm. Wenn Hundekot in der Natur liegen bleibt, gelangt er mit der Zeit in Böden und Gewässer. Die Hinterlassenschaften enthalten große Mengen an Stickstoff und Phosphor, die das Grundwasser veruneinigen.
Hundekot ist kein Dünger – weder im Wald noch auf der Wiese, weil der Hund im Gegensatz zu Pferden und Rindern kein Pflanzenfresser ist. Hundekot stellt eine potenzielle Gefahr für dort lebende und fressende Tiere dar und trägt zur Verbreitung von Krankheiten bei. Hundekot ist also erwiesenermaßen ein Gesundheitsrisiko für Menschen und andere Tiere. Oder möchten Sie auf mit Hundekot verunreinigten Feldern angebaute Lebensmittel zu sich nehmen?
Auch wenn der Hund regelmäßig entwurmt oder der Kot untersucht wird, bedeutet das nicht, dass er auch dann, wenn das Häufchen liegen gelassen wird, tatsächlich wurmfrei ist. Wurmbehandlungen wirken nicht vorbeugend!
Wer den Hundekot eintütet und ordnungsgemäß entsorgt, verhält sich rücksichtsvoll gegenüber seinen Mitmenschen und anderen Tieren. Das kann dazu beitragen, den Ruf von Hunden und Hundehaltern im Allgemeinen zu verbessern.
Und wer sich Gedanken um die hohe Müllproduktion macht - es gibt neben den klassischen Beuteln aus Plastik mittlerweile Alternativen aus Biokunststoffen oder Papier. Auch altherkömmliche Methoden, wie die ausgediente Zeitung, sind auf jeden Fall einen Gedanken wert.
Und zuletzt: Die Hundesteuer, die Sie für ihre Vierbeiner zahlen müssen, beinhaltet KEINEN kostenlosen Hundehaufen-Einsammel-Service der Gemeinde.