In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Der Umwelt zuliebe: Erntedank
Im Herbst werden überall Erntedankfeste gefeiert. Dabei stehen vor allem die Ernte und die Früchte des Feldes im Mittelpunkt, aber auch das tägliche Brot und alles, was Menschen zum Leben brauchen.
Leider landen viele Lebensmittel in der Tonne, obwohl sie noch zu verwerten wären: etwa 12 Millionen Tonnen pro Jahr. 75 kg Lebensmittel werden also pro Person und Jahr in Deutschland weggeworfen. Bereits eine bessere Einkaufsplanung und die passendere Zubereitung von Mahlzeiten, z. B. im Hinblick auf Portionsgrößen, sind wichtige Hebel zur Reduzierung der Lebensmittelabfälle in den privaten Haushalten. Nicht immer sind Großpackungen günstiger, wenn nach Anbruch die Hälfte in der braunen Tonne verschwindet. Lagern Sie die Lebensmittel richtig. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum. Es zeigt lediglich an, wie lange ein Produkt mindestens seine typischen Eigenschaften behält, etwa Farbe und Konsistenz. Danach kann das Produkt noch lange genießbar sein. Grundsätzlich gilt: Was gut schmeckt, gut riecht und gut aussieht, ist in aller Regel noch gut.
Danken wir beim Erntedankfest den Landwirten, Gemüsebauern, Gärtnern, Winzern für ihre unermüdliche Arbeit und nehmen uns für das nächste Jahr vor, mit den Ressourcen unserer Lebensmittel sorgfältiger umzugehen.
Der Weltkindertag am 20. September wurde von den Vereinten Nationen 1954 gegründet und wird heute in mehr als 145 Ländern gefeiert. Nur - mit einem Weltkindertag ist es nicht getan: Unsere Kinder und Enkel haben ein Recht auf eine gesunde Umwelt. Und das geht uns alle an. Wenn wir unseren Kindern auch in 50 Jahren noch ein Leben in einer intakten Umwelt ermöglichen wollen, müssen wir mit ihnen zusammen heute die nötigen Schritte dazu tun.
Umweltschutz ist Kinderschutz! Wir alle können dazu beitragen. In den Umwelttipps der letzten Jahre wurden immer wieder Dinge aufgegriffen, die leicht umzusetzen sind. Hier nur einige wenige Beispiele:
· Produzieren wir weniger Müll und entsorgen ihn sorgfältig.
· Kaufen wir regionale Produkte, die gerade Saison haben.
· Konsumieren wir bewusster, auch was Kleidung und technische Geräte angeht.
· Verwenden wir natürliche Wasch- und Putzmittel und Kosmetika.
· Optimieren wir unser Heiz- und Lüftungsverhalten.
Wir alle können im Alltag etwas an unserem Verhalten ändern: Den Kindern zuliebe!
Eine ganze Reihe von heimischen Sträuchern wie Weißdorn oder Schwarzer Holunder bilden im Herbst Früchte aus, die von vielen Vögeln gefressen werden. Außerdem werden diese Sträucher im Frühling gern als Nistplätze angenommen. Beliebt sind auch Beerensträucher, zum Beispiel Johannisbeeren. Wilde Rosen wie Hundsrose oder Apfelrose sind ebenfalls eine Bereicherung für den naturnahen Garten und tragen im Frühsommer zudem schöne Blüten. In solchen Gärten haben Specht und Eichhörnchen, viele Vögel und Kleintiere ein Zuhause gefunden. lm Unterholz fühlen sich eine Menge kleiner Insekten wohl.
Lassen
Sie im Herbst also Beeren und Samen an den Pflanzen und schneiden Sie die
Stauden erst im Frühjahr zurück. So zieren diese im Winter den naturnahen
Garten, schaffen tolle Blickfänge und sind für viele Vögel eine wichtige
Nahrungsquelle. Achten Sie darauf, dass der Boden im Garten wie in der Natur
flächendeckend bewachsen ist - selbst für schwierige Standorte gibt es
geeignete Bodendecker, die den Boden schützen und vielen Kleintieren einen
Lebensraum bieten. Abgeschnittene Äste und Zweige und Baumwurzeln verleihen dem
wilden Garten nicht nur ein natürlicheres Aussehen, sie sind auch ideale
Verstecke für kleine Tiere. Lassen Sie die Totholzhaufen - einmal
zusammengetragen - liegen, damit die Bewohner nicht gestört werden.
Viele Grundschulen und Kindergärten führen mit den Kindern Projekttage zum Thema Umwelt durch. Dabei sammeln die Schülerinnen und Schüler oder die Kindergartenkinder alle möglichen Tipps, wie sie und wir alle dazu beitragen können, unsere Umwelt zu schonen. Hier nun 10 Tipps, die die Kinder einer Grundschule zusammengetragen haben:
1. Fahre kürzere Strecken nicht mit dem Auto, gehe lieber zu Fuß oder benutze das Fahrrad.
2. Pflanze in deinem Leben mindestens einen Baum und immer dann, wenn du einen anderen gefällt hast.
3. Wirf deinen Müll nicht in die Natur.
4. Verzehre weniger Fleischprodukte und wenn, dann nimm die Produkte aus artgerechter Haltung.
5. Bevorzuge Bioprodukte, vor allem die, die nicht in Plastik verpackt sind.
6. Benutze Pumpspray anstatt Spraydosen.
7. Nimm Stofftaschen anstatt Plastiktüten.
8. Achte auf recycelte Produkte, z.B. bei Schulheften.
9. Schalte das Licht aus, wenn du den Raum verlässt.
10. Trenne den Müll richtig.
Danke an alle Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher und an die Eltern, die schon mit den Kindern ein gutes Umweltbewusstsein erarbeiten. Denn wir alle kennen doch die alte Weisheit: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Wir wünschen allen Beteiligten einen guten Start in das neue Schul- und Kindergartenjahr