In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Treffen sich zwei Planeten weit draußen im Universum. Sagt der eine Planet zum anderen Planeten: “Na, du siehst vielleicht mies aus!“. Erwidert der andere Planet: „Mit geht es auch gar nicht gut.“ „Was hast du denn?“, fragt der erste. „Ich habe homo sapiens!“ sagt der zweite. „Ach“ lacht der erste Planet, „mach dir nichts draus, das hatte ich auch schon mal, das geht bald vorbei.“
Lachen stärkt die Immunabwehr, sagen Ärzte und Psychotherapeuten. Sozialkontakte, bei denen es fröhlich zugeht, sind also wichtig. Wir dürfen uns nicht einigeln. Ist man mit anderen Menschen in netter Runde zusammen, führt das in der Regel zur Ausschüttung von Wohlfühlstoffen wie Dopamin und Oxytocin. Und wenn sich die Psyche wohlfühlt, bleibt auch das Immunsystem auf Trab.
Und was hat das jetzt mit der Umwelt zu tun? Umwelt sind ja nicht nur unsere Erde und ihre Atmosphäre, Umwelt sind ja nicht nur die Natur und das Klima, Umwelt sind auch die Menschen, die uns umgeben. Also Lachen ist gesund, feiern wir Karneval, treffen uns mit Freunden und achten dabei gleichzeitig auf uns, auf unsere Mitmenschen und die Natur und zeigen unserem Planeten, dass der Homo sapiens doch keine Krankheit ist. Leev Jecken, jetz widd op de Trumm jeklopp un dreimol Fastelovend alaaf!
Auch wenn aus Altglas neue Glasverpackungen erzeugt werden können, sind Mehrweg-Verpackungen aus Glas immer sinnvoller. So endete der Umwelttipp der letzten Woche. Hier nun vier gute Gründe für Mehrweg:
Eine Mehrwegflasche aus Glas wird bis zu 50mal wieder befüllt, eine Mehrwegflasche aus PET immerhin noch bis zu 25mal, bevor sie recycelt wird. Die Einwegflasche kann nur ein einziges Mal befüllt werden. Damit ersetzt ein Kasten mit 20 Mehrwegflaschen aus Glas – bei gleichem Volumen – 1.000 Einwegflaschen.
Die Einsparungen von Rohstoffen gegenüber Einwegverpackungen ist erheblich, weil Mehrwegflaschen oft befüllt werden können. Mehrweg leistet also einen bedeutenden Beitrag zur Schonung von Ressourcen.
3. Mehrweg spart Energie
Die benötigte Energie für die Herstellung einer Mehrwegflasche ist im Vergleich zu Einwegverpackungen sehr gering. Trotz des Transports bei der Rücknahme und trotz des Reinigungsaufwands der Mehrwegflaschen verbrauchen Einwegflaschen drei- bis fünfmal so viel Energie wie vergleichbare Mehrwegverpackungen.
Regionale Abfüller nutzen hauptsächlich Mehrwegsysteme, Getränke in Einwegverpackungen werden oft durch halb Europa transportiert. In Deutschland gibt es auf gleichem Raum so viele mittelständische Brauereien, Mineralbrunnen und Fruchtsafthersteller wie sonst nirgendwo auf der Welt. Die besten Mehrwegflaschen sind sogenannte „Pool-Flaschen“, die von unterschiedlichen Unternehmen genutzt werden können und daher nicht so weit zur Spülung und Wiederbefüllung transportiert werden müssen.
Glas kann grundsätzlich beliebig oft geschmolzen und zu neuen Produkten verarbeitet werden. Altglas schmilzt nämlich bei niedrigeren Temperaturen als die Rohstoffe, die zur Glasherstellung erforderlich sind. Dadurch verringert sich der Energiebedarf zur Herstellung von neuen Glasbehältern. So sinkt z.B. der Bedarf an Schmelzenergie um bis zu 3%, wenn 10% Altglas beigemischt werden. Gleichzeitig wird eine Deponierung von Altglas überflüssig. Altglasrecycling verringert also die CO2-Emissionen und schont Deponieraum für Abfälle. Die Einsparung von Rohstoffen (unter anderem Quarzsand, Soda, Kalk) ist ebenfalls nicht zu verachten.
Container für Altglas befinden sich in unserer Verbandsgemeinde an unterschiedlichen Standorten, die alle gut zu erreichen sind und sich oft mit anderen Besorgungen verbinden lassen. Für die Entsorgung ist die Firma Rezero zuständig. Beachten Sie bitte folgende Hinweise:
· Entfernen Sie die Schraubdeckel, das vermindert den Ausschuss des nicht nutzbaren Altglases.
· Nur sogenanntes Behälterglas (Flaschen, Konservengläser etc.). gehört in den Container.
· Werfen Sie das Glas in das farblich richtige Einwurfloch. Im Zweifelsfall (z.B. weiß-grün oder blau) verwenden Sie den Container für Grünglas.
· Achten Sie darauf, dass Sie keine Mehrwegflaschen in den Container werfen.
· Halten Sie die Umgebung der Container sauber und stellen Sie keine Kartons oder Plastiktüten neben die Container.
Auf keinen Fall dürfen Porzellan, Keramik, Bleikristallgläser und temperaturbeständiges Glas in den Altglas-Container. Sie gehören in den Restmüll, ebenso wie Fenster- und Spiegelglas.
Ein Wort zum Schluss: Auch wenn aus Altglas neue Glasverpackungen erzeugt werden können, sind Mehrweg-Verpackungen aus Glas immer sinnvoller. Dazu nächste Woche mehr!
Im
Winter, wenn Bäume und Sträucher kein Laub tragen, wird es offensichtlich: An
einigen Stellen im Wald, an Parklätzen oder Wegesrändern liegt wilder Müll. Und
das geht uns alle an. Denn wilder Müll verschandelt nicht nur unsere Umwelt. Er
stellt auch eine erhebliche Gefahr für die Natur und unsere Gesundheit dar.
Dabei ist die unrechtmäßige Entsorgung oftmals genauso aufwendig oder sogar aufwendiger
als den Müll zum Wertstoffhof zu bringen oder über einen Entsorgungsscheck
abholen zu lassen.
Bei den wilden Ablagerungen handelt es sich meist um Sperrmüll oder
Elektroschrott. Das könnten die Verursacher mit einem Entsorgungsscheck vor der
Tür abholen lassen. Das Abladen solcher Gegenstände verursacht viel Bürokratie
und erhebliche Folgekosten, die am Ende hinsichtlich der Entsorgung von der
Allgemeinheit getragen werden müssen.
Auch Gartenabfälle gehören nicht in den Wald oder in die Natur. Darin finden sich oft Samen oder Pflanzenteile von sogenannten Neophyten, Pflanzen, die bei uns nicht heimisch sind. Neophyten, wie der Japanische Staudenknöterich oder das Indische Springkraut breiten sich teils stark aus. Dadurch werden heimische Pflanzenarten verdrängt.
Illegale Müllentsorgung ist keinesfalls ein Kavaliersdelikt. Verursacht die illegale Müllentsorgung eine Verschmutzung von Luft, Boden oder Gewässern, handelt es sich sogar um eine Straftat. Bei der Bemessung der Strafe wird berücksichtigt, in welchem Ausmaß der illegal entsorgte Müll den Boden, die Luft oder die Gewässer nachhaltig verunreinigt. Für eine Verurteilung reicht es aus, dass die Gefahr der Verunreinigung besteht.
Fazit:
Nutzen Sie die Entsorgungsschecks oder bringen Sie Ihren Müll zu den
Wertstoffhöfen nach Linkenbach oder Linz. Die Öffnungszeiten sind Montag bis
Freitag: 08:00 bis 16:00 Uhr, Samstag 08:00 bis 12:00 Uhr, Annahmeschluss:
15 Minuten vor Betriebsende.
Melden Sie illegale Ablagerungen über das Formular der Abfallwirtschaft im Landkreis Neuwied oder nutzen Sie die App von MÜLLweg! DE, wenn Sie illegale Müllablagerungen in unserer Region sehen. In der Regel kommen die Verursacher aus anderen Landkreisen.