Ortsgemeinde Asbach
Familiär
Liebenswert
Lebensfroh
Der Zentrumsort im vorderen Westerwald

Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

28.10.2025 - Der Umwelt zuliebe "Nützliches Nichtstun"

Gerade im Herbst lässt sich einiges für die Artenvielfalt tun. Und zwar in erster Linie, indem man weniger tut. Es ist Zeit, den Garten winterfest zu machen. Der Natur tut man allerdings keinen Gefallen, wenn alles ordentlich, sauber und aufgeräumt ist. Ihr wäre ein wenig kreative Unordnung lieber. Denn viele nützliche Insekten und Kleintiere sind im Herbst auf der Suche nach einem Winterquartier. Dafür brauchen sie Unterschlupfmöglichkeiten, Nistmaterial oder Nahrung. Vermeintlicher Abfall ist für sie Lebensraum, ein strukturreicher Garten ein kleines Paradies. Laub ist ein natürlicher Winterschutz für Pflanzen und Tiere und hat gleich mehrere Vorteile. Er bietet Igeln und anderen Tieren ein Quartier in der kalten Jahreszeit, denn das Laub isoliert und bietet einen gemütlichen Unterschlupf. Wildbienen und andere Insekten nisten sich in verdorrten Pflanzenstängeln ein. Vögel klauben Samen aus den trockenen Samenständen, wenn im Winter das Nahrungsangebot knapp wird. Und im Frühling nutzen sie Pflanzenreste, um daraus neue Nester zu bauen. Wer aber Verdorrtes auf keinen Fall stehen lassen will, kann es gebündelt in eine Ecke stellen. Wildbienen und Co. finden es garantiert auch dort.

Nach dem Winter ist das Laub von tausenden Lebewesen abgebaut und in wertvollen Humus umgewandelt. Die Nährstoffe bleiben im Garten. Und noch ein Vorteil: Im Frühjahr danken es Ihnen die Igel und übernehmen die Kontrolle, falls Sie zu viele Käfer, Larven und Würmer im Garten haben sollten.

Jetzt ist im Garten Nichtstun nützlich! Mit etwas Mut zur Unordnung leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität.


28.10.2025 - Der Umwelt zuliebe "Pflanzen schneiden im Herbst"


Beim herbstlichen Beschneiden wird unerwünschtes Wachstum entfernt, weil z.B. die betreffenden Triebe und Zweige krank, alt oder einfach hinderlich sind. Der Spätherbst ist der richtige Zeitpunkt, um sommergrüne Bäume und Sträucher zurückzuschneiden. Hierfür gibt es eine ganze Reihe guter Gründe, denn Laub abwerfende Gehölze begeben sich in die winterliche Ruhephase, und es entstehen weniger blutende Schnittwunden, weil der Saft sich schon zurückgezogen hat. Entfernen Sie die alten, kranken und brüchigen Triebe, damit verringern Sie die Bruchgefahr an den Ästen. Das ist bei großen, durch Sturm bruchgefährdeten Bäumen besonders wichtig. 

In jeder Ortsgemeinde sind Astsammelplätze eingerichtet, damit Bürgerinnen und Bürger ihren Strauchschnitt während der Öffnungszeiten anliefern können. Informationen dazu finden Sie auf den Websites der jeweiligen Ortsgemeinde. Laub und Grasschnitt werden nicht angenommen.

Wenn Sie keinen Platz zur Lagerung von Gras und Laub haben oder keine Zeit zum Kompostieren, gibt es einen professionellen Weg, um Ihre Grünabfälle umweltfreundlich weiterzuverarbeiten. 

Der Kreis Neuwied bietet einen Abholdienst für Grünabfall, den man über die Website www.abfall-nr.de/schecks bestellen kann. Vorlaufzeit 10 Tage! Nach Vereinbarung Grünabfall in Kübeln, Taschen etc. rausstellen, die dann ausgeleert werden, man bekommt die Kübel etc. zurück.


27.08.2025 - Der Umwelt zuliebe "Tiere füttern verboten"

Wir leben in einer herrlichen Region. Spaziergänger und Wanderer genießen die Natur und erfreuen sich an Feld, Wald und Flur. Menschen aus der Stadt müssen dafür in Naturschutzgebiete und Wildgehege fahren. Nach dem schönen Sommer haben sich die Tiere auf den Wiesen und Weiden an die Menschen gewöhnt, sie kommen an den Zaun, schauen und lassen sich sogar manchmal streicheln. Die Menschen meinen es gut und halten dann oft den Tieren etwas zum Fressen hin. Vorsicht! Weidetiere sind fremdes Eigentum und dürfen auf keinen Fall gefüttert werden.

In einem Dorf der Ortsgemeinde Asbach sind zwei Schafe (beide 8 Monate alt) gestorben, weil sie jemand mit Brot gefüttert hat. Traurig, aber wahr.

Vielen Tierliebhabern ist nicht bewusst, dass spontanes Füttern gefährlich ist. Einige Tiere haben sehr empfindliche Mägen, da kann scheinbar harmloses Heu schon schwere Koliken auslösen. Für alle Weidetiere gilt: nicht füttern. Die Tiere sollen sich selbstständig ernähren. Fremdes Futter kann für Schafe, Ziegen, Pferde oder Kühe gesundheitsgefährdend und lebensgefährlich sein. Besonders die zutraulichen Jungtiere sind anfällig.

20.08.2025 - Der Umwelt zuliebe: "Laubbläser schaden Mensch und Natur"

 Der Herbst hält ganz langsam Einzug, in diesem Jahr ist die Natur mit allem viel früher. Die Bäume werfen ihr Laub ab, und schon treten Laubbläser und Laubsauger in Aktion. Gehwege müssen von Laub befreit werden, damit niemand ausrutscht. Im Garten möchte man das Laub oft nicht großflächig liegen lassen. Wie wäre es mit einem normalen Rechen?

Laubbläser und Laubsauger habe große Nachteile:

Der Lärmbelästigung für unsere Mitmenschen und auch für uns selbst ist bei einem Schallpegel von über 100 Dezibel ungefähr so laut wie ein Presslufthammer. Ab einem Lärmpegel von 85 Dezibel kann es zu Hörschäden kommen.

Die Geräte schaden der Natur, weil die weggeblasenen Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten können und die Humus- und Nährstoffbildung behindert wird. Die am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer und Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren Nahrung und Lebensraum. Denn der Boden wird der Deck-Schicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und bei extremer Kälte schützt. Zudem verletzen und töten die Gebläse Tiere.

Laubsauger und -bläser, die von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden, belasten mit den Abgasen wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid die Luft. Akku-Geräte sind nicht unbedingt eine Alternative, sie haben eine kurze Laufzeit, man benötigt oft mehrere Batterien, die früher oder später im Müll landen.

Laubbläser und -sauger wirbeln Mikroben, Pilzsporen, Unrat und Tierkot auf und verteilen sie in unserer Atemluft. Der Nutzer des Geräts und alle Personen in der Nähe atmen das dann ein und gefährden damit ihre Gesundheit.

Die Natur in unseren Gärten profitiert gleich mehrfach, wenn man die vom Baum gefallenen Blätter auf sanfte Weise mit Rechen und Harke zusammenkehrt und das Laub vor Ort belässt.