Ortsgemeinde Asbach
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Der Zentrumsort im vorderen Westerwald

Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

10.10.2022 - Fit auf einheimische Art

Termingerecht mit den kalten Temperaturen beginnen auch die Überlegungen rund um das eigene Immunsystem. Denn ein widerstandsfähiges Immunsystem ist das beste Mittel gegen Viren aller Art.

Viele setzen dabei auf exotische Lebensmittel von weither. Granatapfelkerne, Camu-Camu, Chia-Samen und Acai-Beeren sind nur einige der mutmaßlichen Garanten für große Wirkung. Alle diese „Wundermitteln“ haben gemeinsam, dass sie von weit her kommen und die langen Transportwege viel CO2 in der Atmosphäre hinterlassen. Klar ist: Mehr Exotik bedeutet nicht unbedingt mehr Wirkung. Auch die heimische Natur produziert Superfood. Äpfel zum Beispiel sind reich an Vitamin C und Mineral- und Ballaststoffen. Hagebutten enthalten wesentlich mehr Vitamin C als Zitronen. Und Sanddorn liefert einen besonderen Cocktail aus Vitaminen und Mineralstoffen. Einheimische Leinsamen oder Hanfsamen wiederum sind eine gute Alternative für Chia, denn auch sie sind reich an Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen. Natürlich bietet auch einheimisches Superfood keine Garantie gegen Ansteckung. Wer sich allerdings mit lokalen Alternativen wappnet, schont immerhin die Umwelt – garantiert!

12.09.2022 - Hundekot gehört in den Beutel

Die Deutschen besitzen rund fünf Millionen Haushunde, die jeden Tag geschätzte 2.500 Tonnen Kot produzieren. Nur ein Teil davon wird von den Besitzern aufgesammelt und ordnungsgemäß entsorgt. Hundehaufen am Wegesrand, im Wald, auf Wiesen, Feldern und Weiden sind eklig, ärgerlich – und  gefährlich für Mensch, Tier und die Umwelt. Sie verbreiten nicht nur unangenehme Gerüche, sie können auch Bakterien, Viren und Parasiten beinhalten, die sich auf andere Hunde, Tiere und Menschen übertragen können. Prominente Beispiele sind eine Reihe von Haken-, Spul-, Peitsch- und Bandwürmern wie Hundebandwurm und Fuchsbandwurm. Wenn Hundekot in der Natur liegen bleibt, gelangt er mit der Zeit in Böden und Gewässer. Die Hinterlassenschaften enthalten große Mengen an Stickstoff und Phosphor, die das Grundwasser veruneinigen.

Hundekot ist kein Dünger – weder im Wald noch auf der Wiese, weil der Hund im Gegensatz zu Pferden und Rindern kein Pflanzenfresser ist. Hundekot stellt eine potentielle Gefahr für dort lebende und fressende Tiere dar und trägt zur Verbreitung von Krankheiten bei. Hundekot ist also erwiesenermaßen ein Gesundheitsrisiko für Menschen und andere Tiere. Oder möchten Sie auf verunreinigten Feldern angebaute Lebensmittel zu sich nehmen?

Auch wenn der Hund regelmäßig entwurmt oder der Kot untersucht wird, bedeutet das nicht, dass er auch dann, wenn das Häufchen liegen gelassen wird, tatsächlich wurmfrei ist. Wurmbehandlungen wirken nicht vorbeugend!

Wer den Hundekot eintütet und ordnungsgemäß entsorgt, verhält sich rücksichtsvoll gegenüber seinen Mitmenschen und anderen Tieren. Das kann dazu beitragen, den Ruf von Hunden und Hundehaltern im Allgemeinen zu verbessern.

Und wer sich Gedanken um die hohe Müllproduktion macht - es gibt neben den klassischen Beuteln aus Plastik mittlerweile Alternativen aus Biokunststoffen oder Papier. Auch altherkömmliche Methoden, wie die ausgediente Zeitung, sind auf jeden Fall einen Gedanken wert.

Und zuletzt: Die Hundesteuer, die Sie für ihre Vierbeiner zahlen müssen, beinhaltet KEINEN kostenlosen Hundehaufen-Einsammel-Service der Gemeinde.

07.09.2022 - Auch ein Kühlschrank braucht besondere Behandlung

Der Kühlschrank gehört zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Es lassen sich Strom und Kosten sparen, wenn das Gerät an einem kühlen Ort aufgestellt wird. Schon deshalb sollte die Küche eine Zimmertemperatur von 18 Grad haben. Es reicht völlig aus, wenn die Temperatur des Kühlschranks innen bei 7 Grad liegt.
Der Kühlschrank benötigt die meiste Energie, wenn die Tür geöffnet ist. Sie sollten die Einkäufe schnell einräumen, das Gerät braucht noch genug Strom, wenn die frisch eingeräumten Lebensmittel heruntergekühlt werden müssen. Legen Sie die Lebensmittel am besten in Dosen in den Kühlschrank und verpacken Sie auch die Nahrungsmittel im Gefrierfach gut. Heiße Gerichte sollten erst auf Raumtemperatur abgekühlt werden, bevor diese in den Kühlschrank kommen. Er braucht dann weniger Energie, um die Nahrungsmittel weiter herunter zu kühlen.
Bei Kühlschränken mit Tiefkühlfach sollten diese immer dann abgetaut werden, wenn sich eine Eisschicht gebildet hat, denn diese erhöht den Stromverbrauch.
Es lohnt sich, bei längerer Abwesenheit von zuhause den Kühlschrank ganz abzuschalten. Dann muss aber die Tür offen stehen, um Schimmelbildung zu vermeiden

30.08.2022 - Schützen Sie unsere Moore

 

Im Herbst und im Frühjahr werden die Gärten besonders bearbeitet, Blumen und Pflanzen umgetopft, Neues angepflanzt. Dazu wird oft gekaufte Blumenerde verwendet, die zum größten Teil aus Torf besteht. Für die Torfgewinnung müssen Moore trockengelegt werden und diese trockengelegten Flächen tragen zum Klimawandel bei. Wussten Sie, dass etwa 3 % der weltweiten Landflächen aus Mooren und Hochmooren bestehen? Diese speichern doppelt so viel CO2 wie alle Wälder der Welt zusammen. Hinzu kommt, dass das in der Torferde gespeicherte CO2 nach dem Abbau wieder frei gesetzt wird. Deshalb ist es so wichtig, dass unsere Moore geschützt werden. Das gelingt am besten, wenn wir für unsere Gärten und Pflanzen keine Torferde mehr benutzen, sondern auf Alternativen, z.B. Kompost, zurückgreifen. Grüngutkompost wird aus Gras-, Rasen-, Gehölz- und Heckenschnitt und aus Herbstlaub hergestellt, das ja gerade jetzt anfällt. Rindenmulch eignet sich besonders im Spätherbst, um die Beete vor Kälte zu schützen und ihnen neue Nährstoffe zu geben. Er schützt sie vor dem Austrocknen, da die Sonnenstrahlen nicht mehr so leicht in die Erde eindringen können und es verdunstet weniger Wasser. Auch bei starkem Regen schützt Rindenmulch, denn so verhindert er, dass die Erde aufgrund des vielen Wassers weggespült wird.

Schützen Sie unsere Moore und verzichten Sie auf Torf!