Ortsgemeinde Asbach
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Der Zentrumsort im vorderen Westerwald

Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

27.07.2022 - Schädlingsbekämpfung

Manchmal muss man den Schädlingen im Garten den Kampf ansagen, das sollte allerdings ohne giftige „Rundumvernichter“ aus dem Baumarktregal passieren. Gehen Sie gezielt vor.

Der beste Schutz gegen Schädlinge ist die Vielfalt Ihres Gartens. Tiere wie Igel, Vögel oder Marienkäfer fressen Läuse, Milben, Würmer weg. Schaffen Sie im Garten Rückzugsräume: Igel schätzen dichte Hecken und Gebüsche, sowie Reisig-, Laub- und Komposthaufen. Sie fressen bevorzugt Schnecken und schützen somit Salat- und Gemüsepflanzen. Dichte Hecken und Nistkästen sind ideale Brutstätten für Vögel. Ein einziges Meisenpärchen vertilgt zusammen mit seinem Nachwuchs rund 70.000 Raupen und 20 Millionen Taginsekten im Jahr.

Sogar Wespen können im Garten sehr nützlich sein. Dem Menschen lästig werden nur zwei der hiesigen Arten. Alle anderen bleiben zuckerhaltigen Speisen und somit auch dem Menschen fern. Sie ernähren sich stattdessen von Blattläusen und Mücken. Ein großer Wespenstaat vertilgt bis zu einem halben Kilo unerwünschter Kleininsekten täglich.

Bepflanzen Sie Ihren Garten abwechslungsreich: Salbei, Thymian und Knoblauch wirken abschreckend auf Schnecken, gegen Blattläuse hilft z.B. Grillasche, die Sie über das Beet streuen. Lavendelblüten und Stängel, die Sie auf die Ameisenstraße legen, vertreiben diese.

Handeln Sie frühzeitig, natürliche Gegenmittel sind vor allem wirksam, wenn Sie die Schädlinge schnell entdecken und bekämpfen.

27.07.2022 - Lieber buntes Leben als langweilige Steine

Besonders in den letzten Wochen haben wir alle unter der Hitze gestöhnt. Wer einen Garten hatte, suchte den Schatten unter den Bäumen, andere erholten sich im Wald. Wer seinen Vorgarten mit Kies und Schotter gefüllt hat, ist von der Hitze besonders betroffen. Im Sommer heizen sich die Steine auf, die Luft wird nicht durch Pflanzen abgekühlt, im Gegenteil - auch in der Nacht bleiben die Steine warm. Da die Blätter der Pflanzen fehlen, werden feine Staubpartikel und CO2 nicht mehr aus der Luft gefiltert. Kommt dann der lang ersehnte Regen besonders heftig, wie es in Zukunft häufiger vorkommen kann, bleibt das Wasser im Schotterbeet stehen. Es kann durch den verdichteten Boden nicht abfließen. Im schlimmsten Fall landet das Wasser in unseren Kellern.

Dem können wir leicht entgegenwirken, indem wir unsere Vorgärten mit Pflanzen bestücken, das ist auch jetzt noch möglich. Gute Hinweise und Tipps gibt es dazu beim Nabu unter https://www.nabu.de.

18.07.2022 - Der Umwelt zuliebe "Auch Bekleidung erhöht den CO2 - Fußabdruck"

Der Sommerschlussverlauf in den Bekleidungsgeschäften ist in vollem Gange. Wussten Sie, dass die Textilindustrie einen CO2-Ausstoß verursacht, der höher ist als der vom weltweiten Flug- und Schiffsverkehr. Der ökologische Fußabdruck ist inzwischen eine gesellschaftlich etablierte Größe, um Umweltbelastungen zu messen. Beim nächsten „Schnäppchenkauf“ denken Sie bitte darüber nach, ob Sie das T-Shirt, den Pulli, die Jacke oder den Rock wirklich brauchen. Prüfen Sie vor dem nächsten Online-Shopping erst in Ihrem Kleiderschrank, welche Kleidungsstücke dort liegen, die in den letzten 12 Monaten gar nicht getragen wurden. Umfragen machen nämlich immer wieder deutlich, dass viele schnell gekaufte Kleidungsstücke kaum oder gar nie getragen werden.

Gerade für besonders billig hergestellte und verkaufte Textilien zahlen unsere Umwelt und meist Arbeiterinnen und Arbeiter in asiatischen Ländern den Preis. Den größten Anteil an der Umweltbelastung haben der Anbau und die Gewinnung der Rohstoffe. Der Stoff wird genäht und gefärbt und das Kleidungsstück transportiert, gehandelt und verkauft – ein enormer Aufwand, der viele Ressourcen verschlingt. 
Mit Kleidern lässt sich also auch ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen.

06.07.2022 - Auch krumme Dinger schmecken

Prall, rund, leuchtend, genormt – so präsentieren sich Gemüse und Früchte in den Regalen im Supermarkt. Haben Sie schon einmal in heimische Gärten geschaut und dort die reichhaltige Ernte bewundert?

Das Gemüse und die Früchte schmecken besonders gut, entsprechen aber oft nicht der Norm, die wir als Konsumentinnen und Konsumenten aus den Läden der Großverteiler gewohnt sind. Unförmige Zwiebeln, krumme Möhren oder leicht schrumpelige Äpfel kommen gar nicht erst auf den Markt. Für Hobby-Gärtner ist schräges Gemüse nicht neu. Seit wir im Zuge der Corona-Pandemie aber vermehrt auf lokal produziertes Gemüse setzen und Hofläden besuchen, steigt das Bewusstsein für die Vielfalt der Natur. Klein, groß, krumm, gebogen oder fleckig –  Vielfalt muss wieder wertgeschätzt werden. Inzwischen haben auch einige Supermärkte nicht normgerechtes Obst und Gemüse in ihr Sortiment aufgenommen. Denn die Produktion von Gemüse und Obst ist kein Schönheitswettbewerb.