In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Fast 40 Prozent der Bevölkerung entsorgen abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente selten bis regelmäßig über die Toilette oder die Spüle. Diese Belastung der Umwelt durch Medikamentenreste lässt sich einfach verhindern. Durch die richtige Entsorgung können die Rückstände von Medikamenten in Flüssen und Seen verringert werden. Denn nicht nur über die natürliche Ausscheidung sondern gerade auch über die falsche Entsorgung von Medikamenten gelangen die Wirkstoffe über die Kanalisation in die Kläranlage und von dort in die Gewässer.
Im Landkreis Neuwied und in der Verbandsgemeinde Asbach gibt es zwei Wege verschreibungspflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel, wie z.B. Tabletten, Pillen, Tropfen, Zäpfchen, Sprays, Spritzen und Verbandsmaterial zu entsorgen.
Das Schadstoffmobil nimmt Altmedikamente bis maximal 5 kg an. Die Maximalmenge bezieht sich auf das Gesamtvolumen der Behälter und nicht auf den Inhalt. In Asbach steht das Mobil auf dem Parkplatz am alten Sportplatz, Flammersfelder Straße/L 272.
Die Daten werden regelmäßig und rechtzeitig im Mitteilungsblatt veröffentlicht.
Nicht mehr benötigte Arzneimittel können in den Apotheken abgegeben werden.
Für die Entsorgung von Medikamenten für Haustiere gelten die gleichen Regeln.
An einen Ort jedoch gehören alte Medikamente oder Medikamentenreste sicher nicht: In die Toilette, den Abfluss oder die Spüle.
Zwischen dem 11. und 15. Mai könnte es noch einmal Frost geben. So eine alte Bauernregel. Es können auch bei eigentlich frühlingshaften Temperaturen noch Kaltlufteinbrüche entstehen, die im Mai besonders nachts noch Frost bringen.
Für Gartenfreunde gilt also, insbesondere Pflanzen, die Temperaturen unter 0 °C nicht vertragen, auf keinen Fall bereits vorher im Freiland ausbringen, denn sie könnten sonst über Nacht erfrieren, wenn die Temperatur drastisch sinkt. Auch viele Jungpflanzen können über die Eisheiligen den Kältetod erleiden, weshalb erfahrene Gärtner kleine Pflänzchen noch im Gewächshaus behalten oder abdecken, bis der 15. Mai vorüber ist.
Besonders forstempfindlich sind Tomaten Gurken Zucchini Bohnen Basilikum oder Sellerie. Es empfiehlt sich, das im Hinterkopf zu behalten und die jungen Pflänzchen von Salat bis Kohlrabi erst danach ins Freie zu pflanzen.
Natürlich unterwirft sich die Natur keinen Gesetzen, sondern sie zeigt sich durchaus eigenwillig. Die Eisheiligen sind daher nur als eine grobe Richtlinie zu betrachten. Sicherheitshalber sollten Sie die Wettermeldungen in der Mitte des Mai beobachten und dann individuell entscheiden, ob wirklich alle Pflanzen nach draußen können und der Winterschutz entfernt werden kann. Denn es gab schon so manchen Spätfrost auch nach den Eisheiligen.
Am Sportplatz in Asbach entsteht durch die Ortsgemeinde ein großes Insektenhaus mit einer Bepflanzung heimischer Buschgehölze, um heimischen Insekten Nahrung zu bieten. Auch zu Hause im Garten ist es sinnvoll, ein Insektenhotel aufzuhängen. Es braucht gar nichts Gekauftes zu sein, um den bedrohten Wildbienen und Insekten zu helfen. Schon mit einfachen Mitteln, mit Utensilien, die viele von uns zu Hause haben, lässt sich ein Insektenhotel zu bauen.
Dazu sollten Sie gut abgelagertes Hartholz von z.B. Esche, Buche oder Eiche verwenden. Weichholz neigt zu Splittern und reißt schnell.
Die Bohrlöcher sollen zwischen zwei bis neun Millimeter groß sein und ausreichend Abstand zwischen den Löchern aufweisen. Sie müssen von innen möglichst glatt gebohrt sein, sonst besteht die Gefahr, dass sich die Tiere beim rückwärts Rauskriechen ihre zarten Flügel verletzen.
Bohren Sie seitlich in den Holzblock senkrecht zur Faserrichtung. Sonst bilden sich Risse im Holz, so dass Feuchtigkeit eindringen und Pilze die Brut angreifen können.
Wenn Sie Röhrchen aus Halmen, Schilfrohr oder Bambus verwenden wollen, achten Sie auf glatte Enden und darauf, dass innen keine harten, pieksenden Fasern hervorstehen. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Tiere beim Rauskriechen verletzen. Löcher mit einem Innendurchmesser ab 10 Millimeter sind zu groß für unsere heimischen Insekten. Sie fliegen eher auf enge Röhrchen. Die Halme sollten ca. 10 bis 15 Zentimeter lang sein und am hinteren Ende verschlossen werden - also zum Beispiel mit Ton oder Gips zugeschmiert werden.
Lehm, Zapfen, Stroh, Lochziegel sind nicht sinnvoll. Auch durchsichtige Beobachtungsröhren aus Plexiglas oder Glas sind schädlich. Sie sind nicht atmungsaktiv, so dass Feuchtigkeit nicht entweichen und Pilzbefall die Folge sein kann.
Der geeignete Standort soll trocken und gut vor Regen geschützt sein, dazu noch sonnig und warm, also am besten nach Süden ausgerichtet. Ein guter Standort ist beispielsweise unter einem Überdach, Carport oder Schuppen.
Sicher ist Ihnen in der Ortsgemeinde Asbach aufgefallen, dass an vielen Stellen sogenannte Blühstreifen oder Blühwiesen entstanden sind. Ein besonderes Beispiel ist am Sportplatz in Asbach zu sehen. Dank engagierter ehrenamtlicher Unterstützung sind dort bereits mehrere Flächen entstanden, die heimischen Insekten Nahrung bieten. Nun sollen dort im nächsten Schritt ein großes Insektenhaus und eine Bepflanzung mit heimischen Buschgehölzen entstehen.
Wenn auch sie bereits auf ihrer eigenen Fläche eine Blühwiese angelegt haben, werden sie sich erneut in diesem Sommer über diese Schönheiten der Natur erfreuen können. Für alle Neugierigen ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen. Spezielle Samenmischungen für Blühwiesen sind so zusammengemischt, dass immer wieder andere Blüten über die gesamte Saison hindurch blühen und die Pflanzen unseren heimischen Lehmboden vertragen, weil die ausgewählten Samen eindeutig unserer Region zugeordnet sind. Daher empfehlen wir dringend, hochwertiges Saatgut zu verwenden. Verschiedene Händler bieten gebietseigene Wildblumen und Wildgräser an. Der April ist die beste Zeit, um die Wiesen vorzubereiten. Ausgesät wird der Samen jetzt im April.
Wichtig ist zunächst die gründliche Vorbereitung des Untergrunds. Die Aussaat in bestehende Wiesen oder Rasen ist selten erfolgreich. Die Grasnarbe sollte abgehoben und der Boden mit einer Fräse bearbeitet oder umgegraben werden. Der gelockerte Boden sollte dann glatt gezogen werden für die Einsaat. Die empfohlene Saatmenge sollte möglichst genau eingehalten werden, meistens sind das 5 bis 7 Gramm pro Quadratmeter. Tipp für die Hobbygärtner: Das entspricht der Menge in der hohlen Handinnenfläche. Da der Samen relativ fein und kleinkörnig ist, sollte dieser vor dem Aussäen mit hellem Sand gemischt werden. So sieht man eher, wohin der Samen gefallen ist und Lücken werden besser erkannt.
Anschließend wird der Boden mit einer Walze oder Brettern unter den Füßen (nicht zu fest) angedrückt oder leicht mit der Schaufel abgeklopft. Gerade in den ersten 14 Tagen muss für ausreichende Feuchtigkeit gesorgt werden.
Freuen Sie sich auf bunt blühende Wiesen, sie sind eine Augenweide, aber auch für Insekten enorm wichtig. Jede dieser Flächen hilft beim Artenschutz.