Ortsgemeinde Asbach
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Der Zentrumsort im vorderen Westerwald

Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

07.04.2021 - Plastik im Wald

 

Ein Forstwirt berichtet: „Gestern lief ich durch den Wald. Ein großer Holzstapel war wohl mit einer Kunststoffplane abgedeckt worden, die inzwischen halb verrottet und in Stücken herumlag. Daneben sah ich zwei Vögel, die Plastikteile offensichtlich als Futter angesehen hatten und elendiglich verendet waren.“

Unsere Wildtiere sind durch Plastikmüll bedroht. Er wird oft in Wäldern entsorgt und besonders im Sommer sind auch Wiesen und Wegränder gesäumt von Müll, den Menschen nach Wanderungen und Picknickausflügen zurücklassen.

Vögel verheddern sich mit ihren dünnen Beinen im Plastikmüll und können sich allein nicht wieder befreien. Andere Wildtiere fressen den Müll, an dem noch Lebensmittelreste haften. Und größere Vögel nutzen Plastikfolien zum Bau ihrer Nester, was diese wasserundurchlässig macht und dazu führt, dass die Jungen bei starkem Regen in den Nestern ertrinken.

Plastik-Müll ist besonders schädigend für den Wald. Denn dieser braucht bis zu 450 Jahre, um zersetzt zu werden. Bei diesem Prozess kann außerdem leicht Mikroplastik entstehen, der in die Umwelt gelangt und durch den Naturkreislauf auch in die Nahrungskette der Menschen.

Helfen Sie mit, verzichten Sie auf Plastikverpackungen, wo es eben möglich ist, entsorgen sie umweltgerecht und halten Sie unsere Wälder plastikfrei.


30.03.2021 - Hummeln lieben lila

Wussten Sie, dass Hummeln lila Blüten lieben? Hummeln können nämlich die Farbe lila sehen und steuern besonders gerne diese Blüten an. Man kann das im Garten und an den Feldrändern beobachten, an lila Blüten tummeln sich besonders viele Hummeln.

Leider geht es den dicken Brummern nicht besonders gut, woran wir Menschen mit unserer Lebensweise nicht unschuldig sind. Drei bis fünf Tage ohne Nahrung können ein ganzes Hummelvolk ausrotten. Sie brauchen von Frühjahr bis Herbst täglich ein Angebot guter Pollen- und Nektarquellen. Und weil sie nicht die leichtesten sind, brauchen sie große, stabile, pollenreiche Blüten.

Bitte denken Sie beim Gestalten Ihres Gartens oder Balkons daran und pflanzen Sie auch hummelgeeignete Blumen und Sträucher, zum Beispiel nach Jahreszeiten:

als Frühjahrsblüher: Krokus, Schopf-Lavendel, Akelei, Azalee oder auch Schnittlauch und Bärlauch

für den Frühsommer und Sommer: Rhododendron, Löwenmäulchen, Rittersporn, Sommerflieder oder auch blühende Minze

für den Herbst: Astern, Hornveilchen und Flockenblume


24.03.2021 - Kompost

Fehlt Ihnen im Sommer auch öfter gute Erde, so richtig humusreiche für Ihre Blumen?

Dann sollten Sie überlegen, ob Sie jetzt mit dem Kompostieren anfangen.

Im Garten fallen rund ums Jahr Pflanzenreste an. Sie sind der Rohstoff für ein wahres Wundermittel: Kompost. Arbeitet man den humusreichen Kompost in den Boden ein, verbessert man ihn nachhaltig. Der Boden wird locker und kann besser Wasser und Nährstoffe speichern, die dann wiederum den Pflanzen zur Verfügung stehen. Kompost enthält zudem viele Nährstoffe, auf zusätzlichen Dünger kann man weitgehend verzichten. Das schont den Geldbeutel, die Umwelt und das Klima.

Für einen Komposter brauchen Sie in Ihrem Garten:

  • einen halbschattigen Platz
  • eine Kompostkiste, die gibt es im Handel, es geht auch ohne.
  • Zeit, die kann variieren, Minimum 3 bis Maximum 12 Monate, je nachdem, ob Sie mit Erde, Horn- oder Gesteinsmehl als Zwischenschicht nachhelfen oder den Kompost umsetzten.

Und das sind die Abfälle, die in den Kompost gehören:

  • Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Teeblätter, Eier- und Bananenschalen
  • später auch Rasenschnitt, Laub, Strauchabfälle, die klein gemacht sind

Bei den Abfallgebühren des Kreises gibt es sogar einen Bonus für Eigenkompostierer: 15 Euro für einen 4-Personenhaushalt.


17.03.2021 - Saisongemüse

Weite Lebensmitteltransporte, insbesondere per Flugzeug, belasten das Klima. Das gleiche gilt, wenn heimische Produkte außerhalb der Saison in beheizten Treibhäusern angebaut werden. Die Wahl heimischer Saisonware bringt dagegen Vorteile für die Gesundheit, die Umwelt und den Gaumen.

Zusätzlich zu Frische und mehr Geschmack enthält heimisches Saisonobst und -gemüse meist weniger Rückstände von Pflanzenschutzmitteln als importierte Ware. Die kurzen Transportwege von regionaler Saisonware sparen Energie und Treibhausgase ein und schonen so das Klima. Freilandgemüse punktet zusätzlich: Es verursacht beim Anbau bis zu 30-mal weniger klimaschädliche Gase als Produkte aus beheizten Gewächshäusern.

Diese Sorten Gemüse und Obst aus heimischen Anbau oder aus unbeheizten Gewächshäusern, sowie aus Lagerung haben jetzt Saison: Äpfel, Champignons, Chinakohl, Kartoffeln, Lauch, Möhren, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Salate (Chicorée, Feldsalat), Sellerie, Zwiebeln.