In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Sicher kennen Sie das: Sie gehen kurz ins Geschäft, wollten nur Butter kaufen und Sie kommen mit zig Sachen wieder, aber ohne Butter. Damit das nicht passiert, sollten Sie eine Einkaufsliste erstellen und dabeihaben. Wussten Sie, dass es inzwischen Apps für Ihr Mobiltelefon gibt, wo Sie Ihren Bedarf schon sortiert nach Geschäften notieren können? Das funktioniert gut und schützt vor sinnlosen Spontankäufen, die leider oft genug im Müll landen.
Das gleiche gilt, wenn Sie zu viel einkaufen, weil es gerade günstig ist oder weil Sie Hunger haben oder weil Sie am nächsten Tag nicht schon wieder in den Supermarkt wollen. Gründe gibt es viele, doch ein guter spricht absolut dagegen:
Am Ende müssen Sie von Ihrem Großeinkauf einiges wegwerfen. Konzentrieren Sie sich beim Wocheneinkauf auf mehr oder weniger haltbare Basics, empfindliches Obst und Gemüse, Wurst und Fleisch sollten Sie nach Bedarf kaufen. Das ist zwar ein bisschen mehr Arbeit, schont aber Geldbeutel und Umwelt.
Prall, rund, leuchtend, genormt – so präsentieren sich Gemüse und Früchte in den Regalen im Supermarkt. Haben Sie schon einmal in heimische Gärten geschaut und dort die reichhaltige Ernte bewundert? Vor allem durch die anhaltende Trockenheit ist so manches Obst und Gemüse nicht gerade oder wie gewohnt gewachsen.
Dieses Gemüse und die Früchte schmecken besonders gut, entsprechen aber oft nicht der Norm, die wir als Konsumentinnen und Konsumenten aus den Läden der Großverteiler gewohnt sind. Unförmige Zwiebeln, krumme Möhren oder leicht schrumpelige Äpfel kommen gar nicht erst auf den Markt. Für Hobby-Gärtner ist schräges Gemüse nicht neu. Seit wir in unserem Umweltbewusstsein aber vermehrt auf lokal produziertes Gemüse setzen und Hofläden besuchen, steigt der Sinn für die Vielfalt der Natur. Klein, groß, krumm, gebogen oder fleckig – Vielfalt muss wieder wertgeschätzt werden. Inzwischen haben auch einige Supermärkte nicht normgerechtes Obst und Gemüse in ihr Sortiment aufgenommen. Denn die Produktion von Gemüse und Obst ist kein Schönheitswettbewerb. Und wenn es lecker zubereitet ist, sieht es niemand mehr und es schmeckt!
Die Waldbrände im Süden Europas und zum Teil auch in Deutschland sind beängstigend und bedrückend. Wie können sie an so vielen Stellen ausbrechen? Sicher können Glasscherben, Blitzschlag bei Gewittern oder nicht sorgfältig ausgelöschte Lagerfeuer dazu beitragen. Ganz oft sind es aber auch sorglos weggeworfene Zigarettenkippen, von den wir annehmen, dass sie vollständig aus sind. Rauchen ist ungesund, darüber sind wir uns alle einig.
In Zigaretten sind über 7.000 Schadstoffe enthalten, wovon nachweislich 50 krebserregend sind. Diese Stoffe sind nicht nur gefährlich für den Rauchenden, sondern führen auch zu Schäden in der Umwelt. Die Filter einer Zigarette haben, wie der Name sagt, die Funktion, einen Großteil der Giftstoffe herauszufiltern, d.h. dieser Teil bleibt in den Fasern hängen und sammelt sich dort hochkonzentriert an. Besonders schnell löst sich das Nervengift Nikotin: Nach nur einer halben Stunde in einer Pfütze hat sich bereits etwa die Hälfte des Nikotins im Wasser gelöst. So kann eine einzelne Zigarettenkippe eine Menge von 1.000 Litern Wasser mit Nikotin verseuchen.
Die Filter bestehen nicht - wie vielfach angenommen - aus Papier, das schnell verrottet. Konventionelle Zigarettenfilter werden aus Zellulose-Acetat hergestellt - einem Kunststoff. Die Zerfaserung dieses Materials in kleinste Plastikpartikel kann viele Jahre dauern und trägt in letzter Konsequenz zur Belastung der Meere durch Mikroplastik bei. Rückstände des Kunststoffes, der überwiegend für die Herstellung von Zigarettenfiltern verwendet wird, wurde sogar schon von Forschern im arktischen Meereis nachgewiesen. (www.bund-bremen.net)
Werfen Sie bitte keine Zigarettenkippen achtlos weg. Nehmen Sie immer einen Taschenaschenbecher für die Kippen mit. So schützen Sie die Umwelt und verhindern Brände in freier Natur.
Am 8. August
ist Weltkatzentag. Der BUND appelliert an diesem Tag an alle
Hauskatzenbesitzer, ihre freilaufenden Lieblinge kastrieren zu lassen – als
Beitrag zum Katzen-, Arten- und Wildkatzenschutz.
Hauskatzen sind das beliebteste Haustier der Deutschen, in unseren Haushalten leben
15,7 Millionen. Hinzu kommen nach Schätzungen ca. 2 Mio. herrenlose und
verwilderte Streunerkatzen. Alle Katzenhalter haben eine Verantwortung für ihre
Katzen, denn unkastrierte Freigänger tragen zur Vermehrung von verwilderten
Streunerkatzen bei. Diese sind oft krank, unterernährt und vermehren sich
rasant. Sie erbeuten viel häufiger Vögel und andere Tiere, weil sie nicht
gefüttert werden. Und sie können eine Bedrohung für die geschützte Europäische
Wildkatze sein. Wenn sich die Streunerkatze mit der Europäischen Wildkatze paart,
entstehen Hybride, die eine Gefährdung für die Wildkatzenbestände sind.
Nach
genetischen Untersuchungen sind die Wildkatzen in großen Waldgebieten wie in
der Eifel oder bei uns im Westerwald noch echte Wildkatzen. In einigen Gebieten
in Baden-Württemberg wurden in den letzten Jahren viele Hybridkatzen
nachgewiesen und in Schottland gibt es mittlerweile nur noch Hybride und gar
keine echten Wildkatzen mehr.
Die Kastration oder Sterilisation von freilaufenden Hauskatzen hilft dem
Vogel- und Artenschutz und schützt Europäische Wildkatzen, die echte
Wildtiere und laut Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt sind. Wildkatzen
sind auf vernetzte, naturnahe Laub- und Mischwälder angewiesen und verlassen
die schützende Deckung nur ungern. Sie sind ausgesprochen scheu, meiden
menschliche Siedlungen und leben versteckt und zurückgezogen in unseren
Wäldern.
Alle Hauskatzenbesitzer können einen Beitrag zum Wildkatzenschutz leisten, indem sie ihre freilaufenden Katzen sterilisieren oder kastrieren lassen!
Kastrierte Katzen zeigen übrigens auch deutlich weniger „Jagdfieber“.