Ortsgemeinde Asbach
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Der Zentrumsort im vorderen Westerwald

Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

01.09.2026 - Der Umwelt zuliebe: "Gib letzten Resten eine Chance"


In früheren Jahren gab es am Samstag immer Eintopf, in dem alles verwertet wurde, was während der Woche übriggeblieben war. Diese Tradition ist ganz verschwunden, dabei ist ein Eintopf „quer durch den Garten“ ganz besonders lecker.

Schauen wir einmal in die Küchen anderer Länder. In Spanien gibt es Tortilla, in Großbritannien den Shepard’s Pie und auch die auch von uns heißgeliebte Pizza diente ursprünglich einmal als Resteverwertung. Hierzulande kennen wir neben dem „Armen Ritter“ noch den „Bauernschmaus“.

Ideen für die Resteverwertung finden Sie im Internet und auch auf der Website des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (www.bmleh). Die Rezepte-App „Zu gut für die Tonne!“ hat tolle Rezeptideen. So können Sie selbst ganz einfach die Lebensmittelverschwendung in Deutschland reduzieren und Lebensmittel vor dem Müll retten. Die „Zu gut für die Tonne!-App“ ist damit nicht nur eine Rezepte-  oder Koch App – mit ihr gelingt Ihnen einfache Resteverwertung zuhause, während Sie außerdem Gutes für die Umwelt tun.

Im Mittelpunkt steht bei der diesjährigen Aktionswoche „Zu gut für die Tonne“ vom 29. September bis 6. Oktober 2026 die bewusste Planung – vom Einkaufszettel über den Blick in den Kühlschrank bis zur kreativen Resteverwertung.


24.08.2026 - Der Umwelt zuliebe: "Palmöl? Lieber nicht...)

Der Umwelt zuliebe – Palmöl? Lieber nicht…

Für die Kinder fängt der Tag gut an, wenn es Nuss-Nougat-Creme aufs Brot gibt. Schauen Sie doch bitte einmal auf die Inhaltsstoffe, denn ob Fertigpizza, Kekse, Margarine oder eben Nuss-Nougat-Creme – Palmöl ist in fast jedem zweiten Produkt aus dem Supermarkt enthalten. Es macht auch nicht vor Bio-Produkten halt. Besser für die Welt ist es, auf Palmöl möglichst zu verzichten.

Kein anderes Öl kann so billig produziert werden wie Palmöl. In Südostasien, Lateinamerika und Afrika werden deshalb jeden Tag riesige Regenwaldflächen gerodet, um Platz für die Plantagen zu schaffen. Mit den Bäumen verschwinden viele Tierarten – der Orang-Utan z.B. und der Borneo-Zwergelefant. Zusätzlich werden durch die Brandrodung große Mengen Treibhausgase in die Atmosphäre geschleudert. Wenn Sie das Kleingedruckte auf den Produkten schlecht lesen können, hilft es, den Barcode zu scannen. Dann erhalten Sie sofort eine Auflistung und Erklärung der Inhaltsstoffe.

Übrigens: Bei vielen Produkten gibt es Alternativen ohne Palmöl, auch bei der Nuss-Nougat-Creme.


18.08.2026 - Der Umwelt zuliebe: "Wer schriev, der bliev"


Sicher kennen Sie das: Sie gehen kurz ins Geschäft, wollten nur Butter kaufen und Sie kommen mit zig Sachen wieder, aber ohne Butter. Damit das nicht passiert, sollten Sie eine Einkaufsliste erstellen und dabeihaben. Wussten Sie, dass es inzwischen Apps für Ihr Mobiltelefon gibt, wo Sie Ihren Bedarf schon sortiert nach Geschäften notieren können? Das funktioniert gut und schützt vor sinnlosen Spontankäufen, die leider oft genug im Müll landen.

Das gleiche gilt, wenn Sie zu viel einkaufen, weil es gerade günstig ist oder weil Sie Hunger haben oder weil Sie am nächsten Tag nicht schon wieder in den Supermarkt wollen. Gründe gibt es viele, doch ein guter spricht absolut dagegen:

Am Ende müssen Sie von Ihrem Großeinkauf einiges wegwerfen. Konzentrieren Sie sich beim Wocheneinkauf auf mehr oder weniger haltbare Basics, empfindliches Obst und Gemüse, Wurst und Fleisch sollten Sie nach Bedarf kaufen. Das ist zwar ein bisschen mehr Arbeit, schont aber Geldbeutel und Umwelt.


10.08.2026 - Der Umwelt zuliebe: "Auch krummen Dinger schmecken"


Prall, rund, leuchtend, genormt – so präsentieren sich Gemüse und Früchte in den Regalen im Supermarkt. Haben Sie schon einmal in heimische Gärten geschaut und dort die reichhaltige Ernte bewundert? Vor allem durch die anhaltende Trockenheit ist so manches Obst und Gemüse nicht gerade oder wie gewohnt gewachsen.

Dieses Gemüse und die Früchte schmecken besonders gut, entsprechen aber oft nicht der Norm, die wir als Konsumentinnen und Konsumenten aus den Läden der Großverteiler gewohnt sind. Unförmige Zwiebeln, krumme Möhren oder leicht schrumpelige Äpfel kommen gar nicht erst auf den Markt. Für Hobby-Gärtner ist schräges Gemüse nicht neu. Seit wir in unserem Umweltbewusstsein aber vermehrt auf lokal produziertes Gemüse setzen und Hofläden besuchen, steigt der Sinn für die Vielfalt der Natur. Klein, groß, krumm, gebogen oder fleckig –  Vielfalt muss wieder wertgeschätzt werden. Inzwischen haben auch einige Supermärkte nicht normgerechtes Obst und Gemüse in ihr Sortiment aufgenommen. Denn die Produktion von Gemüse und Obst ist kein Schönheitswettbewerb. Und wenn es lecker zubereitet ist, sieht es niemand mehr und es schmeckt!