In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Nicht nur wir Menschen greifen zur Vorbeugung von Krankheiten und Wehwehchen gerne zu Mitteln aus der Naturapotheke. Auch wenn es um die Gesundheit von Pflanzen geht, sind diese biologischen Hilfsmittel eine gute Wahl. Die Pflanzenhilfsmittel können einen Befall nicht direkt bekämpfen, sondern nur im Vorfeld die Pflanzen kräftigen. Brennnesselbrühe regt den Stoffwechsel der Pflanzen an und sorgt damit für vitales Wachstum. Schachtelhalm-Extrakt enthält viel Kieselsäure, die die Zellwände stärkt. Auch aus anderen Pflanzen lassen sich stärkende Brühen oder Jauchen ansetzen. Dazu gehören z.B. Beinwell und Knoblauch.
Bei der Bepflanzung sollte man auf bewährte Mischkulturen setzen. Mit dem passenden Nachbarn im Beet haben Läuse, Schnecken und Co. im besten Fall erst gar keine Chance. Nehmen wir als Beispiel Lavendel, er verströmt einen angenehmen, intensiven Duft. Das finden nicht nur wir Menschen, sondern auch Bienen und Schmetterlinge. Wespen und andere Insekten nehmen indes Reißaus. Lavendel im Garten hält auch Blattläuse und Ameisen fern. Wegen seiner ätherischen Öle ist er neben Rosenstöcken eine willkommene Pflanze.
Kapuzinerkresse sieht nicht nur schön aus, sie wehrt auch Ameisen, Blattläuse und Schnecken ab. Wühlmäuse und Raupen sind ebenfalls nicht gerade begeistert von den Pflanzen. So findet sich für jedes Problem im Garten ein natürliches Mittel.
Manchmal muss man den Schädlingen im Garten den Kampf ansagen, das sollte allerdings ohne giftige „Rundumvernichter“ aus dem Baumarktregal passieren. Gehen Sie gezielt vor.
Der beste Schutz gegen Schädlinge ist die Vielfalt Ihres Gartens. Tiere wie Igel, Vögel oder Marienkäfer fressen Läuse, Milben, Würmer weg. Schaffen Sie im Garten Rückzugsräume: Igel schätzen dichte Hecken und Gebüsche, sowie Reisig-, Laub- und Komposthaufen. Sie fressen bevorzugt Schnecken und schützen somit Salat- und Gemüsepflanzen. Dichte Hecken und Nistkästen sind ideale Brutstätten für Vögel. Ein einziges Meisenpärchen vertilgt zusammen mit seinem Nachwuchs rund 70.000 Raupen und 20 Millionen Taginsekten im Jahr.
Sogar Wespen können im Garten sehr nützlich sein. Dem Menschen lästig werden nur zwei der hiesigen Arten. Alle anderen bleiben zuckerhaltigen Speisen und somit auch dem Menschen fern. Sie ernähren sich stattdessen von Blattläusen und Mücken. Ein großer Wespenstaat vertilgt bis zu einem halben Kilo unerwünschter Kleininsekten täglich.
Bepflanzen Sie Ihren Garten abwechslungsreich: Salbei, Thymian und Knoblauch wirken abschreckend auf Schnecken, gegen Blattläuse hilft z.B. Grillasche, die Sie über das Beet streuen. Lavendelblüten und Stängel, die Sie auf die Ameisenstraße legen, vertreiben diese.
Handeln Sie frühzeitig, natürliche Gegenmittel sind vor allem wirksam, wenn Sie die Schädlinge schnell entdecken und bekämpfen.
Die letzten Tage haben uns gezeigt, wie heiß es im Sommer werden kann. Das ist schön, kann aber auch für den menschlichen Körper gefährlich sein.
Wussten Sie, dass wir aus 50% bis 65% Wasser bestehen, Frauen etwas weniger, Männer etwas mehr, Säuglinge am meisten und Senioren eher nur um die 50%. Über den Flüssigkeitshaushalt wird der Stoffwechsel, die Entgiftung und die Körpertemperatur geregelt. Wir verlieren ständig Flüssigkeit durch unseren Atem, durch den Schweiß, den Urin und sogar durch den Stuhlgang. Ein gesunder Mensch scheidet laut der Deutschen Gesellschaft pro Tag ca. 2,6 Liter aus, bei Wärme natürlich deutlich mehr. Damit wir trotz erheblichen Wasserverlust bei Hitze unseren Bestand an Körperflüssigkeit erhalten, müssen wir viel trinken.
Der Hitzeknigge des Umweltbundesamtes schreibt dazu: Das Durstgefühl setzt erst ein, wenn bereits viel Flüssigkeit verloren wurde. Daher: stündlich ein Glas Wasser trinken – auch wenn man keinen Durst hat. Empfohlene Getränke bei Hitze: Leitungswasser, Mineralwasser, gekühlter Kräutertee ohne Zuckerzusatz, Tee mit Minze und Zitrone. Wichtig: nicht eiskalt trinken. Meiden Sie stark gezuckerte und alkoholische Getränke (auch Bier!), denn sie entziehen dem Körper Flüssigkeit. (www.umweltbundesamt.de/hitzeknigge)
Freuen Sie sich auf einen schönen Sommer und achten Sie auf Ihre Gesundheit!
Eine der beliebtesten Aussagen der Klimawandelleugnerinnen und -leugner ist, dass alles nur Panikmache sei. Dabei wird oft von den nötigen Klimaschutz-Maßnahmen abgelenkt. Da heißt es zum Beispiel, wir hätten gar keinen Einfluss auf den Klimawandel oder Klimaschutz wäre zu teuer oder sozial ungerecht oder andere Länder sollten mal zuerst was unternehmen. Dazu werden immer mehr Mythen gestreut – damit muss Schluss sein.
Wir müssen Klimaschutz
zum Thema machen und mit Nachbarn, Freunden und Verwandten darüber ins Gespräch kommen
Dabei dürfen wir uns nicht als dogmatische Klimaretter oder Moralapostel
betätigen. Aber so simpel es klingen mag, wir müssen mehr darüber reden, was
wir für den Klimaschutz tun können und warum. Öffentliche Appelle und Berichte
über die Medien erreichen bei Weitem nicht die Aufmerksamkeit und Wirksamkeit
wie überzeugende Mitmenschen aus unserem persönlichen Umfeld.
Wir können unsere Kinder sensibilisieren, indem wir früh darauf
hinweisen, dass es wichtig ist, Energie zu sparen, Müll zu trennen, sinnvoll
einzukaufen und vieles mehr. In der Regel wissen unsere Kinder da oft besser
Bescheid und gehen als Beispiel voran.