In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Die letzten Tage haben uns gezeigt, wie heiß es im Sommer werden kann. Das ist schön, kann aber auch für den menschlichen Körper gefährlich sein.
Wussten Sie, dass wir aus 50% bis 65% Wasser bestehen, Frauen etwas weniger, Männer etwas mehr, Säuglinge am meisten und Senioren eher nur um die 50%. Über den Flüssigkeitshaushalt wird der Stoffwechsel, die Entgiftung und die Körpertemperatur geregelt. Wir verlieren ständig Flüssigkeit durch unseren Atem, durch den Schweiß, den Urin und sogar durch den Stuhlgang. Ein gesunder Mensch scheidet laut der Deutschen Gesellschaft pro Tag ca. 2,6 Liter aus, bei Wärme natürlich deutlich mehr. Damit wir trotz erheblichen Wasserverlust bei Hitze unseren Bestand an Körperflüssigkeit erhalten, müssen wir viel trinken.
Der Hitzeknigge des Umweltbundesamtes schreibt dazu: Das Durstgefühl setzt erst ein, wenn bereits viel Flüssigkeit verloren wurde. Daher: stündlich ein Glas Wasser trinken – auch wenn man keinen Durst hat. Empfohlene Getränke bei Hitze: Leitungswasser, Mineralwasser, gekühlter Kräutertee ohne Zuckerzusatz, Tee mit Minze und Zitrone. Wichtig: nicht eiskalt trinken. Meiden Sie stark gezuckerte und alkoholische Getränke (auch Bier!), denn sie entziehen dem Körper Flüssigkeit. (www.umweltbundesamt.de/hitzeknigge)
Freuen Sie sich auf einen schönen Sommer und achten Sie auf Ihre Gesundheit!
Eine der beliebtesten Aussagen der Klimawandelleugnerinnen und -leugner ist, dass alles nur Panikmache sei. Dabei wird oft von den nötigen Klimaschutz-Maßnahmen abgelenkt. Da heißt es zum Beispiel, wir hätten gar keinen Einfluss auf den Klimawandel oder Klimaschutz wäre zu teuer oder sozial ungerecht oder andere Länder sollten mal zuerst was unternehmen. Dazu werden immer mehr Mythen gestreut – damit muss Schluss sein.
Wir müssen Klimaschutz
zum Thema machen und mit Nachbarn, Freunden und Verwandten darüber ins Gespräch kommen
Dabei dürfen wir uns nicht als dogmatische Klimaretter oder Moralapostel
betätigen. Aber so simpel es klingen mag, wir müssen mehr darüber reden, was
wir für den Klimaschutz tun können und warum. Öffentliche Appelle und Berichte
über die Medien erreichen bei Weitem nicht die Aufmerksamkeit und Wirksamkeit
wie überzeugende Mitmenschen aus unserem persönlichen Umfeld.
Wir können unsere Kinder sensibilisieren, indem wir früh darauf
hinweisen, dass es wichtig ist, Energie zu sparen, Müll zu trennen, sinnvoll
einzukaufen und vieles mehr. In der Regel wissen unsere Kinder da oft besser
Bescheid und gehen als Beispiel voran.
Der Erdüberlastungstag markiert den Tag, an dem die Bevölkerung rechnerisch alle natürlichen Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann, aufgebraucht hat. 2026 fällt er für uns in Deutschland auf den 10. Mai. Wir haben also nach gerade einmal vier Monaten in Deutschland aufgebraucht, was die Erde rechnerisch in einem Jahr für uns zu leisten fähig ist.
Berechnet wird der Tag seit 1971 für alle Länder dieser Erde von der Nachhaltigkeitsorganisation Global Footprint Network auf Basis wissenschaftlicher Daten. Damit werden fundierte Erkenntnisse zum Klimawandel geliefert. Diese Erkenntnisse sollen nicht nur den Politikerinnen und Politikern eine Grundlage für klimafreundliches Handeln bieten, sondern uns allen verdeutlichen, wie wichtig umweltfreundliches und klimafreundliches Verhalten ist.
Das können wir tun: Bei unserem Konsum müssen wir die Nutzung von Plastik, Wegwerfprodukten und anderen Artikeln aus ressourcenintensiver Herstellung reduzieren, gebrauchte Bücher, Medien und Kleidung weitergeben, tauschen, Geräte reparieren und weniger neu kaufen. Bei der Ernährung sollten wir unseren Fleischkonsum reduzieren, wir müssen jegliche Lebensmittelverschwendung vermeiden. Wenn wir regionale und saisonal verfügbare Produkte kaufen, spart das lange Transportwege. Im Bereich der Energie müssen wir langfristig fossile Brennstoffe um 50% reduzieren. Das alleine würde schon den Erderschöpfungstag um drei Monate nach hinten verschieben. Im Alltag müssen wir Energie sparen und z.B. zu Ökostrom wechseln.
Helfen Sie mit - wir halten die Welt in unseren Händen.
Der Umwelt zuliebe - Was gehört in die Toilette?
Leider landen oft Abfälle in der Kanalisation, die eine Gefahr für Abflussrohre, Rohrleitungen, Abwasserpumpwerke und die Umwelt darstellen. Die Frage, was gehört in die Toilette, ist schnell und kurz zu beantworten: nur die menschlichen Ausscheidungen und Toilettenpapier. Auf keinen Fall gehören Essensreste, Zigarettenkippen, Speiseöle und -fette in die Toilette. Das gleiche gilt für Babywindeln, Slipeinlagen, Damenbinden, Tampons, Haare, Wattestäbchen, Papiertücher und vor allem Feuchttücher. Sie sind besonders problematisch und ein großer Risikofaktor für den Pumpenbetrieb.
Der Verbrauch von Feuchttüchern ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Feuchttücher werden zur Reinigung des Babypopos verwendet, als feuchte Waschlappen, feuchte Allzwecktücher oder als spezielle Reinigungstücher für die WCs. Ein großer Teil der Feuchttücher besteht aus Kunststofffasern, sie sind sehr reißfest und lösen sich - im Gegensatz zu Toilettenpapier - auch bei sehr langer Verweildauer im Wasser nicht auf. Werden sie über die Toilette entsorgt, landen sie im Kanal, verknoten sich mit anderen Feststoffen und verstopfen das Laufrad der Pumpe. Im schlimmsten Fall gehen die Pumpen durch die Feuchttücher kaputt.