In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Beim herbstlichen Beschneiden wird unerwünschtes Wachstum entfernt, weil z.B. die betreffenden Triebe und Zweige krank, alt oder einfach hinderlich sind. Der Spätherbst ist der richtige Zeitpunkt, um sommergrüne Bäume und Sträucher zurückzuschneiden. Hierfür gibt es eine ganze Reihe guter Gründe, denn Laub abwerfende Gehölze begeben sich in die winterliche Ruhephase, und es entstehen weniger blutende Schnittwunden, weil der Saft sich schon zurückgezogen hat. Entfernen Sie die alten, kranken und brüchigen Triebe, damit verringern Sie die Bruchgefahr an den Ästen. Das ist bei großen, durch Sturm bruchgefährdeten Bäumen besonders wichtig.
In jeder Ortsgemeinde sind Astsammelplätze eingerichtet, damit Bürgerinnen und Bürger ihren Strauchschnitt während der Öffnungszeiten anliefern können. Informationen dazu finden Sie auf den Websites der jeweiligen Ortsgemeinde. Laub und Grasschnitt werden nicht angenommen.
Wenn Sie keinen Platz zur Lagerung von Gras und Laub haben oder keine Zeit zum Kompostieren, gibt es einen professionellen Weg, um Ihre Grünabfälle umweltfreundlich weiterzuverarbeiten.
Der Kreis Neuwied bietet einen Abholdienst für Grünabfall, den man über die Website www.abfall-nr.de/schecks bestellen kann. Vorlaufzeit 10 Tage! Nach Vereinbarung Grünabfall in Kübeln, Taschen etc. rausstellen, die dann ausgeleert werden, man bekommt die Kübel etc. zurück.
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Wir leben in einer herrlichen Region. Spaziergänger und Wanderer genießen die Natur und erfreuen sich an Feld, Wald und Flur. Menschen aus der Stadt müssen dafür in Naturschutzgebiete und Wildgehege fahren. Nach dem schönen Sommer haben sich die Tiere auf den Wiesen und Weiden an die Menschen gewöhnt, sie kommen an den Zaun, schauen und lassen sich sogar manchmal streicheln. Die Menschen meinen es gut und halten dann oft den Tieren etwas zum Fressen hin. Vorsicht! Weidetiere sind fremdes Eigentum und dürfen auf keinen Fall gefüttert werden.
In einem Dorf der Ortsgemeinde Asbach sind zwei Schafe (beide 8 Monate alt) gestorben, weil sie jemand mit Brot gefüttert hat. Traurig, aber wahr.
Vielen Tierliebhabern ist nicht bewusst, dass spontanes Füttern gefährlich ist. Einige Tiere haben sehr empfindliche Mägen, da kann scheinbar harmloses Heu schon schwere Koliken auslösen. Für alle Weidetiere gilt: nicht füttern. Die Tiere sollen sich selbstständig ernähren. Fremdes Futter kann für Schafe, Ziegen, Pferde oder Kühe gesundheitsgefährdend und lebensgefährlich sein. Besonders die zutraulichen Jungtiere sind anfällig.
Der Herbst hält ganz langsam Einzug, in diesem Jahr ist die Natur mit allem viel früher. Die Bäume werfen ihr Laub ab, und schon treten Laubbläser und Laubsauger in Aktion. Gehwege müssen von Laub befreit werden, damit niemand ausrutscht. Im Garten möchte man das Laub oft nicht großflächig liegen lassen. Wie wäre es mit einem normalen Rechen?
Laubbläser und Laubsauger habe große Nachteile:
Der Lärmbelästigung für unsere Mitmenschen und auch für uns selbst ist bei einem Schallpegel von über 100 Dezibel ungefähr so laut wie ein Presslufthammer. Ab einem Lärmpegel von 85 Dezibel kann es zu Hörschäden kommen.
Die Geräte schaden der Natur, weil die weggeblasenen Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten können und die Humus- und Nährstoffbildung behindert wird. Die am Boden lebenden Kleintiere wie Würmer und Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren Nahrung und Lebensraum. Denn der Boden wird der Deck-Schicht beraubt, die ihn vor Austrocknung und bei extremer Kälte schützt. Zudem verletzen und töten die Gebläse Tiere.
Laubsauger und -bläser, die von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden, belasten mit den Abgasen wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid die Luft. Akku-Geräte sind nicht unbedingt eine Alternative, sie haben eine kurze Laufzeit, man benötigt oft mehrere Batterien, die früher oder später im Müll landen.
Laubbläser und -sauger wirbeln Mikroben, Pilzsporen, Unrat und Tierkot auf und verteilen sie in unserer Atemluft. Der Nutzer des Geräts und alle Personen in der Nähe atmen das dann ein und gefährden damit ihre Gesundheit.
Die Natur in unseren Gärten profitiert gleich mehrfach, wenn man die vom Baum gefallenen Blätter auf sanfte Weise mit Rechen und Harke zusammenkehrt und das Laub vor Ort belässt.
Viele Grundschulen und Kindergärten führen mit den Kindern Projekttage zum Thema Umwelt durch. Dabei sammeln die Schülerinnen und Schüler und die Kindergartenkinder alle möglichen Tipps, wie sie und wie wir alle dazu beitragen können, unsere Umwelt zu schonen. Hier nun 10 Tipps, die die Kinder einer Grundschule zusammengetragen haben:
1. Fahre kürzere Strecken nicht mit dem Auto, gehe lieber zu Fuß oder benutze das Fahrrad.
2. Pflanze in deinem Leben mindestens einen Baum und immer auch dann, wenn du einen anderen gefällt hast.
3. Wirf deinen Müll nicht in die Natur.
4. Verzehre weniger Fleischprodukte und wenn, dann nimm die Produkte aus artgerechter Haltung.
5. Bevorzuge Bioprodukte, vor allem die, die nicht in Plastik verpackt sind.
6. Benutze Pumpspray anstatt Spraydosen.
7. Nimm Stofftaschen anstatt Plastiktüten.
8. Achte auf recycelte Produkte, z.B. bei Schulheften.
9. Schalte das Licht aus, wenn du den Raum verlässt.
10. Trenne den Müll richtig.
Danke an alle Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher und an die Eltern, die schon mit unseren Kindern ein gutes Umweltbewusstsein erarbeiten. Denn wir alle kennen doch die alte Weisheit: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Wir wünschen allen Beteiligten einen guten Start in das neue Schul- und Kindergartenjahr!