In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
In den nächsten Monaten kann es richtig heiß werden. Denken Sie bitte dabei auch an unsere Gartentiere wie Igel, Schmetterlinge, Vögel, Kröten, Bienen und Co.
Wenn es heiß und trocken ist, müssen Vögel mehr trinken – genau wie wir.
Vögel müssen zweimal am Tag trinken, damit sie genügend Flüssigkeit aufnehmen. Im Sommer sind viele Pfützen und Gräben ausgetrocknet, deshalb brauchen sie jetzt Wasser von uns, mit einer Vogeltränke aus Ton oder festem Plastik. Alte Blumentopf-Untersetzer eignen sich ideal als Vogeltränke, es tun aber auch eine flache Schüssel oder ein ausrangierter Suppenteller. Wichtig ist, dass die Tränke am Rand flach und ihr Untergrund rau ist, damit die Vögel gut an das Wasser kommen und nicht rutschen.
Vögel trauen sich nur an eine Wasserstelle heran, wenn sie ihnen sicher erscheint. Am besten steht die Vogeltränke an einem Ort, von dem aus die Vögel ihre Umgebung gut beobachten können. Die Tränke darf nicht direkt auf dem Boden, sondern muss leicht erhöht stehen. Sie sollte ungefähr drei Meter vom nächsten Gebüsch entfernt sein, damit die Vögel beim Trinken nicht von Feinden überrascht werden. Allerdings ist ein Baum in der Nähe vorteilhaft – dann können sich die Vögel schnell in Sicherheit bringen, wenn sich doch einmal Gefahr nähert.
Das Wasser in der Vogeltränke muss regelmäßig gewechselt und die Tränke gesäubert werden, sonst können sich in den kleinen Wasserstellen Salmonellen und Trichonaden bilden. Wenn die Vögel verschmutztes Wasser trinken, ist das für sie tödlich. Dafür reicht es, wenn das alte Wasser weggekippt und die Tränke mit heißem Wasser und einer Bürste gereinigt wird. Da Vögel sehr empfindlich sind, sollte auf keinen Fall chemische Reinigungsmittel benutzt werden.
Fast 40 Prozent der Bevölkerung entsorgen abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente selten bis regelmäßig über die Toilette oder die Spüle. Diese Belastung der Umwelt durch Medikamentenreste lässt sich einfach verhindern. Durch die richtige Entsorgung können die Rückstände von Medikamenten in Flüssen und Seen verringert werden. Denn nicht nur über die natürliche Ausscheidung, sondern gerade auch über die falsche Entsorgung von Medikamenten gelangen die Wirkstoffe über die Kanalisation in die Kläranlage und von dort in die Gewässer.
Im Landkreis Neuwied und in der Verbandsgemeinde Asbach gibt es zwei Wege verschreibungspflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel, wie z.B. Tabletten, Pillen, Tropfen, Zäpfchen, Sprays, Spritzen und Verbandsmaterial zu entsorgen.
Für die Entsorgung von Medikamenten für Haustiere gelten die gleichen Regeln.
An einen Ort jedoch gehören alte Medikamente oder Medikamentenreste sicher nicht: In die Toilette, den Abfluss oder die Spüle.
Nicht nur wir Menschen greifen zur Vorbeugung von Krankheiten und Wehwehchen gerne zu Mitteln aus der Naturapotheke. Auch wenn es um die Gesundheit von Pflanzen geht, sind diese biologischen Hilfsmittel eine gute Wahl. Die Pflanzenhilfsmittel können einen Befall nicht direkt bekämpfen, sondern nur im Vorfeld die Pflanzen kräftigen. Brennnesselbrühe regt den Stoffwechsel der Pflanzen an und sorgt damit für vitales Wachstum. Schachtelhalm-Extrakt enthält viel Kieselsäure, die die Zellwände stärkt. Auch aus anderen Pflanzen lassen sich stärkende Brühen oder Jauchen ansetzen. Dazu gehören z.B. Beinwell und Knoblauch.
Bei der Bepflanzung sollte man auf bewährte Mischkulturen setzen. Mit dem passenden Nachbarn im Beet haben Läuse, Schnecken und Co. im besten Fall erst gar keine Chance. Nehmen wir als Beispiel Lavendel, er verströmt einen angenehmen, intensiven Duft. Das finden nicht nur wir Menschen, sondern auch Bienen und Schmetterlinge. Wespen und andere Insekten nehmen indes Reißaus. Lavendel im Garten hält auch Blattläuse und Ameisen fern. Wegen seiner ätherischen Öle ist er neben Rosenstöcken eine willkommene Pflanze.
Kapuzinerkresse sieht nicht nur schön aus, sie wehrt auch Ameisen, Blattläuse und Schnecken ab. Wühlmäuse und Raupen sind ebenfalls nicht gerade begeistert von den Pflanzen. So findet sich für jedes Problem im Garten ein natürliches Mittel.
Manchmal muss man den Schädlingen im Garten den Kampf ansagen, das sollte allerdings ohne giftige „Rundumvernichter“ aus dem Baumarktregal passieren. Gehen Sie gezielt vor.
Der beste Schutz gegen Schädlinge ist die Vielfalt Ihres Gartens. Tiere wie Igel, Vögel oder Marienkäfer fressen Läuse, Milben, Würmer weg. Schaffen Sie im Garten Rückzugsräume: Igel schätzen dichte Hecken und Gebüsche, sowie Reisig-, Laub- und Komposthaufen. Sie fressen bevorzugt Schnecken und schützen somit Salat- und Gemüsepflanzen. Dichte Hecken und Nistkästen sind ideale Brutstätten für Vögel. Ein einziges Meisenpärchen vertilgt zusammen mit seinem Nachwuchs rund 70.000 Raupen und 20 Millionen Taginsekten im Jahr.
Sogar Wespen können im Garten sehr nützlich sein. Dem Menschen lästig werden nur zwei der hiesigen Arten. Alle anderen bleiben zuckerhaltigen Speisen und somit auch dem Menschen fern. Sie ernähren sich stattdessen von Blattläusen und Mücken. Ein großer Wespenstaat vertilgt bis zu einem halben Kilo unerwünschter Kleininsekten täglich.
Bepflanzen Sie Ihren Garten abwechslungsreich: Salbei, Thymian und Knoblauch wirken abschreckend auf Schnecken, gegen Blattläuse hilft z.B. Grillasche, die Sie über das Beet streuen. Lavendelblüten und Stängel, die Sie auf die Ameisenstraße legen, vertreiben diese.
Handeln Sie frühzeitig, natürliche Gegenmittel sind vor allem wirksam, wenn Sie die Schädlinge schnell entdecken und bekämpfen.