In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Am 8. August
ist Weltkatzentag. Der BUND appelliert an diesem Tag an alle
Hauskatzenbesitzer, ihre freilaufenden Lieblinge kastrieren zu lassen – als
Beitrag zum Katzen-, Arten- und Wildkatzenschutz.
Hauskatzen sind das beliebteste Haustier der Deutschen, in unseren Haushalten leben
15,7 Millionen. Hinzu kommen nach Schätzungen ca. 2 Mio. herrenlose und
verwilderte Streunerkatzen. Alle Katzenhalter haben eine Verantwortung für ihre
Katzen, denn unkastrierte Freigänger tragen zur Vermehrung von verwilderten
Streunerkatzen bei. Diese sind oft krank, unterernährt und vermehren sich
rasant. Sie erbeuten viel häufiger Vögel und andere Tiere, weil sie nicht
gefüttert werden. Und sie können eine Bedrohung für die geschützte Europäische
Wildkatze sein. Wenn sich die Streunerkatze mit der Europäischen Wildkatze paart,
entstehen Hybride, die eine Gefährdung für die Wildkatzenbestände sind.
Nach
genetischen Untersuchungen sind die Wildkatzen in großen Waldgebieten wie in
der Eifel oder bei uns im Westerwald noch echte Wildkatzen. In einigen Gebieten
in Baden-Württemberg wurden in den letzten Jahren viele Hybridkatzen
nachgewiesen und in Schottland gibt es mittlerweile nur noch Hybride und gar
keine echten Wildkatzen mehr.
Die Kastration oder Sterilisation von freilaufenden Hauskatzen hilft dem
Vogel- und Artenschutz und schützt Europäische Wildkatzen, die echte
Wildtiere und laut Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt sind. Wildkatzen
sind auf vernetzte, naturnahe Laub- und Mischwälder angewiesen und verlassen
die schützende Deckung nur ungern. Sie sind ausgesprochen scheu, meiden
menschliche Siedlungen und leben versteckt und zurückgezogen in unseren
Wäldern.
Alle Hauskatzenbesitzer können einen Beitrag zum Wildkatzenschutz leisten, indem sie ihre freilaufenden Katzen sterilisieren oder kastrieren lassen!
Kastrierte Katzen zeigen übrigens auch deutlich weniger „Jagdfieber“.
Garten- und Sommerfeste, Kirmes und Dorffeste – gerade jetzt treffen sich bei vielen Gelegenheiten die Menschen, sitzen draußen, grillen, feiern und stoßen mit einem kühlen Getränk an. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie wertvoll Kronkorken sind? Sie haben einen Durchmesser von 3 cm und wiegen gerade einmal 2 Gramm, sie bestehen aus Kunststoff und Weißblech. Beide Bestandteile lassen sich gut recyceln. Einzelne Kronkorken gehören in die grüne Tonne, größere Mengen können kostenfrei an den Wertstoffhöfen abgegeben werden.
Sie können aber auch mit den gesammelten Kronkorken Gutes tun. Die Auszubildenden der Firma Wirtgen unterstützen seit September 2020 den Förderkreis Bonn e.V. Dieser hat 2015 eine Kronkorken-Sammelaktion ins Leben gerufen. Die Spenden kommen den Patienten der onkologischen Kinderstation der Uniklinik Bonn zugute. Durch die Verschrottung von Kronkorken wird ein Geldbetrag erzielt, der in Spiel-, Bastel- und Freizeitangebote etc. investiert wird.
Helfen Sie also mit. Sammeln Sie einfach alle Kronkorken und geben Sie diese an einer Sammelstelle, z.B. bei der Firma Wirtgen ab. Achten sie auf Aktionen anderer Vereine und Einrichtungen. Inzwischen ist vielen klar geworden, dass Kronkorken ein wichtiger Rohstoff und zu wertvoll sind, um einfach im Müll zu landen. Und total schädlich für die Umwelt ist es, sie einfach in der Natur zu entsorgen.
Die anhaltende Trockenheit in diesem Jahr macht uns allen zu schaffen. Die Landwirte klagen, der Wald ist durch Brände gefährdet. Tiere, die sich sonst an den Regenpfützen laben, müssen durch Vogeltränken unterstützt werden.
Jeder Mensch verbraucht täglich ungefähr 125 Liter Wasser, der geringste Teil davon wird zum Trinken verwendet. Wasser sparen ist unglaublich wichtig. Das ist im Haushalt, im Badezimmer, in der Küche und auch im Garten schon ohne viel Aufwand möglich. Im Badezimmer wird durchschnittlich das meiste Wasser verbraucht. Fangen Sie dort an und nehmen Sie einzelne Tipps in Ihre Alltagsroutine auf, sodass sie schnell zur Gewohnheit werden. Sie werden überrascht sein, dass viele Anregungen zum Wasser sparen, keine große Umstellung bedeuten. Hier nun einige Tipps:
Wassersparende Armaturen installieren. Durch wassersparende Armaturen oder Durchflussbegrenzer lassen sich die Wasserkosten deutlich senken. Perlatoren, Wassersparbrausen und Ähnliches können auch nachträglich angebracht werden. Herkömmliche Duschbrausen haben einen Durchfluss von 12 bis 15 Litern Wasser pro Minute, Wassersparbrausen nur 6 bis 9 Liter. Das reduziert Wasser- und Energiekosten.
Hände mit kaltem Wasser waschen und das Wasser während des Zähneputzens abstellen oder wenn Sie sich unter der Dusche einschäumen.
Armaturen und Duschbrausen regelmäßig mit Essig entkalken, das erhöht deren Lebensdauer und kostet nicht viel.
Tropfende Wasserhähne reparieren. Ein einziger tropfender Wasserhahn kann pro Tag 45 Liter kostbares Trinkwasser verschwenden - also kleiner Aufwand, große Wirkung!
Sparsames Toilettenspülen spart ebenfalls viele Liter Wasser. Benutzen Sie die Stopptaste, spülen Sie nur so lange wie nötig und so kurz wie möglich.
Geschirrspüler möglichst voll beladen und mit dem Sparprogramm laufen lassen.
Waschmaschine immer gut befüllen und die niedrigste benötigte Temperatur wählen; nicht vorwaschen.
Obst und Gemüse in einer Schüssel waschen. Eine große mit Wasser gefüllte Schale genügt und Sie können das Wasser sogar anschließend noch zum Gießen der Blumen verwenden.
Regenwasser zur Bewässerung des Gartens nutzen. Eine Regentonne gibt es für wenig Geld im lokalen Baumarkt. Wenn Sie darauf achten, dass die Regentonne nur bei Regen geöffnet ist, vermeiden Sie einen Wasserverlust durch Verdunstung und das Hereinfallen von durstigen Tieren.
Nutzen Sie bei Ihrer Waschmaschine oder in Ihrer Spülmaschine Pulver oder Tabs? Sauber werden Wäsche oder Geschirr bei beiden Varianten. Doch was ist umweltfreundlicher? Betrachten wir dies beim Geschirrspüler:
· Pulver lässt sich genau dosieren. Sie können die Menge der Befüllung und der Verschmutzung des Geschirrs anpassen. Sie belasten mit der richtigen Dosierung weniger die Umwelt, da der Rest bei zu viel Reinigungsmittel ins Abwasser gelangt und dort schwer abzubauen ist.
· Tabs sind oftmals einzeln in Folie verpackt, so entsteht unnötiger Müll.
· Außerdem schonen sie Ihren Geldbeutel. Beim Pulver müssen Sie bei einem Spüldurchlauf mit Kosten von einigen Cent rechnen, bei Tabs in der Regel 20 Cent.
Wer der Umwelt und seinem Portemonnaie etwas Gutes tun will, nutzt richtig dosiertes Pulver zum Spülen und Waschen.