Ortsgemeinde Asbach
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Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

29.06.2026 - Der Umwelt zuliebe: "Schädlingsbekämpfug ohne Gift"

 

Manchmal muss man den Schädlingen im Garten den Kampf ansagen, das sollte allerdings ohne giftige „Rundumvernichter“ aus dem Baumarktregal passieren. Gehen Sie gezielt vor.

Der beste Schutz gegen Schädlinge ist die Vielfalt Ihres Gartens. Tiere wie Igel, Vögel oder Marienkäfer fressen Läuse, Milben, Würmer weg. Schaffen Sie im Garten Rückzugsräume: Igel schätzen dichte Hecken und Gebüsche, sowie Reisig-, Laub- und Komposthaufen. Sie fressen bevorzugt Schnecken und schützen somit Salat- und Gemüsepflanzen. Dichte Hecken und Nistkästen sind ideale Brutstätten für Vögel. Ein einziges Meisenpärchen vertilgt zusammen mit seinem Nachwuchs rund 70.000 Raupen und 20 Millionen Taginsekten im Jahr.

Sogar Wespen können im Garten sehr nützlich sein. Dem Menschen lästig werden nur zwei der hiesigen Arten. Alle anderen bleiben zuckerhaltigen Speisen und somit auch dem Menschen fern. Sie ernähren sich stattdessen von Blattläusen und Mücken. Ein großer Wespenstaat vertilgt bis zu einem halben Kilo unerwünschter Kleininsekten täglich.

Bepflanzen Sie Ihren Garten abwechslungsreich: Salbei, Thymian und Knoblauch wirken abschreckend auf Schnecken, gegen Blattläuse hilft z.B. Grillasche, die Sie über das Beet streuen. Lavendelblüten und Stängel, die Sie auf die Ameisenstraße legen, vertreiben diese.

Handeln Sie frühzeitig, natürliche Gegenmittel sind vor allem wirksam, wenn Sie die Schädlinge schnell entdecken und bekämpfen.


29.06.2026 - Der Umwelt zuliebe: "Dehydration vorbeugen"


Die letzten Tage haben uns gezeigt, wie heiß es im Sommer werden kann. Das ist schön, kann aber auch für den menschlichen Körper gefährlich sein.

Wussten Sie, dass wir aus 50% bis 65% Wasser bestehen, Frauen etwas weniger, Männer etwas mehr, Säuglinge am meisten und Senioren eher nur um die 50%. Über den Flüssigkeitshaushalt wird der Stoffwechsel, die Entgiftung und die Körpertemperatur geregelt. Wir verlieren ständig Flüssigkeit durch unseren Atem, durch den Schweiß, den Urin und sogar durch den Stuhlgang. Ein gesunder Mensch scheidet laut der Deutschen Gesellschaft pro Tag ca. 2,6 Liter aus, bei Wärme natürlich deutlich mehr. Damit wir trotz erheblichen Wasserverlust bei Hitze unseren Bestand an Körperflüssigkeit erhalten, müssen wir viel trinken.

Der Hitzeknigge des Umweltbundesamtes schreibt dazu: Das Durstgefühl setzt erst ein, wenn bereits viel Flüssigkeit verloren wurde. Daher: stündlich ein Glas Wasser trinken – auch wenn man keinen Durst hat. Empfohlene Getränke bei Hitze: Leitungswasser, Mineralwasser, gekühlter Kräutertee ohne Zuckerzusatz, Tee mit Minze und Zitrone. Wichtig: nicht eiskalt trinken. Meiden Sie stark gezuckerte und alkoholische Getränke (auch Bier!), denn sie entziehen dem Körper Flüssigkeit. (www.umweltbundesamt.de/hitzeknigge)

Freuen Sie sich auf einen schönen Sommer und achten Sie auf Ihre Gesundheit!


29.06.2026 - Der Umwelt zuliebe: "Klimakrise?Ach, hör doch auf!

Eine der beliebtesten Aussagen der Klimawandelleugnerinnen und -leugner ist, dass alles nur Panikmache sei. Dabei wird oft von den nötigen Klimaschutz-Maßnahmen abgelenkt. Da heißt es zum Beispiel, wir hätten gar keinen Einfluss auf den Klimawandel oder Klimaschutz wäre zu teuer oder sozial ungerecht oder andere Länder sollten mal zuerst was unternehmen. Dazu werden immer mehr Mythen gestreut – damit muss Schluss sein.

Wir müssen Klimaschutz zum Thema machen und mit Nachbarn, Freunden und Verwandten darüber ins Gespräch kommen Dabei dürfen wir uns nicht als dogmatische Klimaretter oder Moralapostel betätigen. Aber so simpel es klingen mag, wir müssen mehr darüber reden, was wir für den Klimaschutz tun können und warum. Öffentliche Appelle und Berichte über die Medien erreichen bei Weitem nicht die Aufmerksamkeit und Wirksamkeit wie überzeugende Mitmenschen aus unserem persönlichen Umfeld.
Wir können unsere Kinder sensibilisieren, indem wir früh darauf hinweisen, dass es wichtig ist, Energie zu sparen, Müll zu trennen, sinnvoll einzukaufen und vieles mehr. In der Regel wissen unsere Kinder da oft besser Bescheid und gehen als Beispiel voran.


27.04.2026 - Der Umwelt zuliebe: "Deutscher Erdüberlastungstag am 10. Mai 2026"


Der Erdüberlastungstag markiert den Tag, an dem die Bevölkerung rechnerisch alle natürlichen Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann, aufgebraucht hat. 2026 fällt er für uns in Deutschland auf den 10. Mai. Wir haben also nach gerade einmal vier Monaten in Deutschland aufgebraucht, was die Erde rechnerisch in einem Jahr für uns zu leisten fähig ist.

Berechnet wird der Tag seit 1971 für alle Länder dieser Erde von der Nachhaltigkeitsorganisation Global Footprint Network auf Basis wissenschaftlicher Daten. Damit werden fundierte Erkenntnisse zum Klimawandel geliefert. Diese Erkenntnisse sollen nicht nur den Politikerinnen und Politikern eine Grundlage für klimafreundliches Handeln bieten, sondern uns allen verdeutlichen, wie wichtig umweltfreundliches und klimafreundliches Verhalten ist.

Das können wir tun: Bei unserem Konsum müssen wir die Nutzung von Plastik, Wegwerfprodukten und anderen Artikeln aus ressourcenintensiver Herstellung reduzieren, gebrauchte Bücher, Medien und Kleidung weitergeben, tauschen, Geräte reparieren und weniger neu kaufen. Bei der Ernährung sollten wir unseren Fleischkonsum reduzieren, wir müssen jegliche Lebensmittelverschwendung vermeiden. Wenn wir regionale und saisonal verfügbare Produkte kaufen, spart das lange Transportwege. Im Bereich der Energie müssen wir langfristig fossile Brennstoffe um 50% reduzieren. Das alleine würde schon den Erderschöpfungstag um drei Monate nach hinten verschieben. Im Alltag müssen wir Energie sparen und z.B. zu Ökostrom wechseln.

Helfen Sie mit - wir halten die Welt in unseren Händen.