Ortsgemeinde Asbach
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Der Zentrumsort im vorderen Westerwald

Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

14.05.2025 - Der Umwelt zuliebe: "Am 20. Mai ist wieder Weltbienentag

 Seit 2018 wird der Weltbienentag gefeiert, ausgerufen von den Vereinten Nationen. Der Tag ist dem kleinen Nutztier gewidmet, um das Bewusstsein für die wichtige Rolle der Insekten zu erhöhen und auf ihre schwindenden Bestände aufmerksam zu machen. Ohne Bienen wäre vieles nicht denkbar: Ihre großartigen Leistungen begegnen uns jeden Tag. Bienen sorgen für unsere Nahrung und Gesundheit. Ihre Bauwerke und ihr Sozialverhalten sind für uns Innovationstreiber in Technik und Informatik. Kaum ein Tier begleitet die Entwicklung der Menschen so lange wie die Biene. 75 Prozent der globalen Nahrungsmittelpflanzen sind von der Bestäubung insbesondere durch Bienen abhängig. Allein für medizinische Zwecke verwenden wir heute über 50.000 bienenbestäubte Pflanzenarten. Die Wabenbauweise der Bienen ist aus Flug- und Fahrzeugbau nicht mehr wegzudenken. Die hocheffiziente Sammelweise der Arbeiterinnen eines Bienenvolks ist beispielsweise Vorbild in Logistikprozessen, Computerprogrammen und sozialen Netzwerken. (www.weltbienentag.de)

Die Gründe für das Sterben von Honig- und Wildbienen sind vielschichtig. Die Nistmöglichkeiten werden immer seltener, da Flächen versiegelt und Totholz entfernt wird. Rund 300 von 560 Wildbienenarten stehen in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Monokulturen in der Landwirtschaft haben das Nahrungsangebot für Insekten auf Feldern und in Gärten reduziert. Bei gefüllten - also gezüchteten – Blüten finden Bienen kein Nektar und keine Pollen. Und Pflanzenschutzmittel wirken oft nicht nur auf Schädlinge, sondern auch auf Bienen, denn sie stören ihre Orientierung und schwächen ihr Immunsystem.

Ob im Haushalt, im Garten oder auf dem Balkon - mit wenig Aufwand kann jeder Bienen ganz einfach helfen und ihnen die Nahrungs- und Nistsuche erleichtern, z.B. indem Sie

·      Nistplätze im Garten oder auf dem Balkon schaffen,

·      Wildblumenwiesen anlegen oder zumindest einen wilden Streifen im Garten lassen,

·      Küchenkräuter im Blumenkasten oder auf dem Balkon züchten,

·      Brennnesseljauche statt Kunstdünger verwenden oder

·      nachhaltigen Honig von regionalen Imkern kaufen.


06.05.2025 - Der Umwelt zuliebe: "Am 14. Mai ist der Tag des Wanderns"


 

Wir genießen den Aufenthalt in der freien Natur, wandern durch unsere Heimat, erfreuen uns an Feld, Wald und Flur. Ob im Alleingang, mit der Familie oder mit Freunden – für den Antrieb sorgt der Wunsch nach Erholung in unberührter Natur.

 

Nachdem in vielen Orten im Frühling kräftig „aufgeräumt“ wurde, müssen wir alle dafür Sorge tragen, dass es so bleibt. Denn unser Konsum hinterlässt Spuren. Größtenteils handelt es sich bei den Rückständen um Polyethylen – und das wird vor allem für Verpackungen verwendet. Die Ursachen mögen vielfältig sein, und der Wind hilft kräftig mit beim Streuen. Verantwortlich sind aber wir selber dafür, wenn wir direkt vor Ort unseren Abfall hinterlassen. Was nicht eingesammelt wird, bleibt meist sehr lange liegen, denn bei PET-Flaschen, Alufolie, Zigarettenstummel und Co. dauert die Zersetzung Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte.

 

Besonders Zigarettenkippen sind nicht nur gefährlich für die Rauchenden, sondern führen zu Schäden in der Umwelt. In Zigaretten sind über 7.000 Schadstoffe enthalten, wovon nachweislich 50 krebserregend sind. Die Filter einer Zigarette haben, wie der Name sagt, die Funktion, einen Großteil der Giftstoffe herauszufiltern, d.h. dieser Teil bleibt in den Fasern hängen und sammelt sich dort hochkonzentriert an. Sobald die benutzten Filter dann mit Wasser in Berührung kommen, lösen sich die Stoffe und treten in das Wasser und letztlich in die Umgebung über.

 

Deshalb gilt: Alles, was wir auf unseren Wanderungen und Spaziergängen mitnehmen, sollte entweder verzehrt oder wieder mit zurückgenommen werden. Nehmen Sie einen Beutel für Ihren Müll mit und vor allem Taschenaschenbecher für die Kippen.

 


30.04.2025 - Der Umwelt zuliebe: "Blühwiesen sind nicht nur eine Augenweide"


 

Wenn auch Sie bereits auf ihrer eigenen Fläche eine Blühwiese angelegt haben, werden Sie sich erneut in diesem Sommer über diese Schönheiten der Natur erfreuen können. Für alle Neugierigen ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen. Spezielle Samenmischungen für Blühwiesen sind so zusammengemischt, dass immer wieder andere Blüten über die gesamte Saison hindurch blühen und die Pflanzen unseren heimischen Lehmboden vertragen, weil die ausgewählten Samen eindeutig unserer Region zugeordnet sind. Daher empfehlen wir dringend, hochwertiges Saatgut zu verwenden. Verschiedene Händler bieten gebietseigene Wildblumen und Wildgräser an. Jetzt ist die beste Zeit, um die Wiesen vorzubereiten und auszusähen.

Wichtig ist zunächst die gründliche Vorbereitung des Untergrunds. Die Aussaat in bestehende Wiesen oder Rasen ist selten erfolgreich. Die Grasnarbe sollte abgehoben und der Boden mit einer Fräse bearbeitet oder umgegraben werden. Der gelockerte Boden sollte dann glatt gezogen werden für die Einsaat. Die empfohlene Saatmenge sollte möglichst genau eingehalten werden, meistens sind das 5 bis 7 Gramm pro Quadratmeter. Tipp für die Hobbygärtner: Das entspricht der Menge in der hohlen Handinnenfläche. Da der Samen relativ fein und kleinkörnig ist, sollte dieser vor dem Aussäen mit hellem Sand gemischt werden. So sieht man eher, wohin der Samen gefallen ist und Lücken werden besser erkannt. 

Anschließend wird der Boden mit einer Walze oder Brettern unter den Füßen (nicht zu fest) angedrückt oder leicht mit der Schaufel abgeklopft. Gerade in den ersten 14 Tagen muss für ausreichende Feuchtigkeit gesorgt werden.

Freuen Sie sich auf bunt blühende Wiesen, sie sind eine Augenweide, aber auch für Insekten enorm wichtig. Jede dieser Flächen hilft beim Artenschutz.


16.04.2025 - Der Umwelt zuliebe: "Auf das Grillgut kommt es an"

Das Umweltbundesamt schreibt auf seiner Seite unter der Überschrift: Umweltfreundlich und gesund grillen: vorzugsweise fleischarm und mit Elektrogrill, dass eine Ökobilanz-Studie des TÜV Rheinland ergeben hat, dass die Art des Grillens (Holzkohle, Gas- oder Elektrogrill) für die Umwelt längst nicht so wichtig ist, wie die Auswahl des Grillguts.

Nahezu 95 Prozent der anfallenden klimarelevanten Emissionen werden durch das Grillgut verursacht. Tierische Produkte beispielsweise belasten die Umwelt über den gesamten Lebensweg weit mehr als Gemüse. Bei einer Ökobilanz werden rechnerisch die Emissionen und andere Umweltauswirkungen über den gesamten „Lebensweg“ eines Produktes analysiert: von der Herstellung oder Erzeugung über Transport und Verkauf bis zur Verwendung und Verwertung. (www.umweltbundesamt.de)

Probieren Sie’s aus. Beim nächsten Grillabend verwenden Sie eingelegte Auberginen, bunte Gemüsespieße oder Champignons mit Kräuterbutter. Das klingt nicht nur lecker, sondern ist auch gut fürs Klima und die Wälder. Mit regionalem und saisonalem Gemüse sparen Sie im Vergleich zu Fleisch eine Menge Treibhausgase ein.