In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Einweg-E-Zigaretten, Vapes genannt, erfreuen sich wachsender Beliebtheit – vor allem bei jungen Leuten. Abgefahrene Geschmacksrichtungen wie Raspberry Lemonade, Cotton Candy Ice oder Peach Rings sprechen gerade diese Zielgruppe besonders an. Doch die bunten Wegwerfartikel mit elektronischen Bestandteilen samt Batterie sind ein Paradebeispiel für umweltschädlichen Konsum. Der kurzlebige Genuss aus der Einweg-E-Zigarette kann nicht nur der Gesundheit schaden, sondern hat auch für die Natur schwerwiegende Folgen. Denn nach ein paar hundert Zügen haben die Vape Pens ausgedient und landen im Müll oder werden achtlos weggeworfen.
E-Zigaretten werden mit Lithium-Ionen-Batterien betrieben, doch diese sind fest verbaut und lassen sich nicht austauschen. Das in den Batterien verbaute Lithium-Kobaltoxid ist eine begrenzte Rohstoffressource. Es ist aus Umweltsicht untragbar, diesen Rohstoff für ein Einweg-Lifestyle-Produkt zu verwenden und auf diese Weise wertvolle Ressourcen zu verschwenden – zumal es auch langlebige Verdampfer zum Nachfüllen und Wiederaufladen gibt und der Rohstoff anderswo deutlich besser eingesetzt werden könnte, zum Beispiel in den Akkus von Elektrofahrrädern.
Werden die Wegwerf-Vapes einfach achtlos weggeworfen (Littering), gelangen giftige Stoffe wie Lithium, Nikotin und Aromen in die Umwelt und schaden dort Pflanzen und Tieren. Das Grundwasser ist ebenfalls gefährdet. Sind die Hüllen der Vapes aus Kunststoff, verbleibt dieser als Mikroplastik im natürlichen Kreislauf. Außerdem besteht neben dem Rohstoffverlust und der Umweltverschmutzung auch die Gefahr von Bränden durch die in den Einweg-E-Zigaretten enthaltenen Lithium-Ionen-Batterien.
Mit ihren elektronischen Bestandteilen gehören sie auch nicht in den Hausmüll, sie belasten diesen unnötig mit Schadstoffen, und die verbauten wertvollen Ressourcen gehen dauerhaft verloren. Dabei wäre gerade das Recycling von Lithium-Kobaltoxid wegen der großen Nachfrage besonders wichtig. (Verbraucherzentrale Hamburg)
Nach einem ausgiebigen Essen mit Familie oder Freunden, nach einem gemütlichen Grillfest im Garten stapelt sich das benutzte Geschirr in der Küche. Schnell räumen wir alles in die Spülmaschine ein, klappen sie zu und drücken auf Start. Wer den Eco-Waschgang wählt, entscheidet sich automatisch für eine lange Laufzeit. Das irritiert und lässt viele zögern – wäre kürzer nicht sinnvoller? Nein, denn die Zeit spricht in diesem Fall für die Umwelt. Die meiste Energie wird verwendet, um zu Beginn das Wasser und am Ende die Trocknungsluft aufzuheizen. Je schneller es losgehen soll, desto mehr Energie wird verbraucht - und genau da setzt der Eco-Modus an: Er nimmt sich nicht nur mehr Zeit, um Wasser und Luft zu erwärmen und spart damit Energie, sondern er verlängert die Laufzeit auch, um mit weniger heißem Wasser genauso gründlich zu waschen. So lässt sich also mit etwas Geduld leicht Energie sparen.
Aber Achtung: Der Spareffekt ist dahin, wenn die Maschine nur halb voll ist. Halten Sie sich deshalb an den Grundsatz «Vollladen, aber nicht vollstopfen» – und Sie machen alles glänzend richtig.
Umwelttipp: Hundekot macht Kühe krank
Wir leben in einer schönen Region inmitten von Weiden und für Heu oder Grünfutter genutzte Wiesen, von Getreide- und Kartoffelfeldern, die von Landwirten angelegt, gepflegt und beerntet werden. Das Heu dient als Futter für Rinder, Schafe oder Pferde, aus dem Getreide wird unser Brot gebacken und Kartoffel mögen wir alle. Gerne gehen wir spazieren und wandern mit unseren Hunden durch Feld, Wald und Flur. Auch wenn es ihrem Hund noch so großen Spaß macht, über die Wiesen und Felder zu toben, Sie müssen ihn an der Leine führen.
Die Verunreinigung von Wiesen durch Hundekot stellt nämlich ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Rinder dar. Das Futter wird hygienisch beeinträchtigt, besonders gefährlich ist die Infektion mit Neosporose für die Rinder, wenn sie mit Hundekot verschmutztes Gras fressen. Im Hundekot können aber auch andere Erreger wie Salmonellen oder der Hundebandwurm vorhanden sein. Alle landwirtschaftlich genutzten Flächen sollten also von Hundekot freigehalten werden. Jeder von uns möchte Fleisch, Milch, Kartoffel und Getreide bzw. Brot von bester Qualität genießen und dazu gehört auch, dass das Futter der Kühe und die Felder frei von Hundekot sind. Kein Verbraucher will Milch von Kühen, die mit Hundekot verschmutztes Futter fressen mussten.
Wildtiere sind übrigens nicht das Problem: Bei einer Studie in Baden-Württemberg wurden von 2.000 untersuchten Fuchskotproben alle negativ auf den Erreger getestet. Auch andere Wildtiere konnten als Überträger ausgeschlossen werden. Allein der Hund scheidet diesen Erreger, wenn er ihn trägt, aus.
Fazit: Hundekot sollte grundsätzlich nicht in Futter für Tiere und auf Felder gelangen, insbesondere wenn sie der Lebensmittelerzeugung dienen.
Sie fragen sich jetzt sicher, was hat denn die Organspende mit der Umwelt zu tun? Umwelt, das sind wir alle! Umwelt sind ja nicht nur unsere Erde und ihre Atmosphäre, nicht nur die Natur und das Klima, sondern auch die Menschen, die uns umgeben. Eine Organspende ist für manche Menschen lebensrettend.
Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit schreibt dazu: Organ- und Gewebetransplantationen gehören heute zum Standard der medizinischen Versorgung und können das Leben vieler schwerkranker Menschen retten oder die Lebensqualität deutlich verbessern.
Mit der Aufklärungskampagne „Organspende - Die Entscheidung zählt!“ informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Bürgerinnen und Bürger umfangreich zur Organ- und Gewebespende, um zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema zu motivieren. Die Menschen sollen dazu angeregt werden, eine eigene Entscheidung für oder gegen die Organ- und Gewebespende zu Lebzeiten zu treffen und diese Entscheidung auf dem Organspendeausweis zu dokumentieren und den Angehörigen mitzuteilen.
Die Kampagne vermittelt die wichtigsten Inhalte und Botschaften zum Thema Organ- und Gewebespende über massenmediale Maßnahmen, wie Broschüren, Plakate, eine Podcastreihe und einen Internetauftritt. Daneben sind Angebote zum persönlichen Gespräch besonders wichtig, um individuelle Fragen klären zu können. Hierfür betreibt die BZgA das Infotelefon Organspende.
Die BZgA ist nach dem Transplantationsgesetz (TPG) neben den nach Landesrecht zuständigen Stellen, den gesetzlichen Krankenkassen und den privaten Krankenversicherungsunternehmen mit der Aufklärung der Bevölkerung über die Möglichkeiten der Organ- und Gewebespende, die Voraussetzungen der Organ- und Gewebeentnahme und die Bedeutung der Organ- und Gewebeübertragung beauftragt. (www.bioeg.de/was-wir-tun/organ-und-gewebespende/)
Bürgerinnen und Bürger können einen Organspendeausweis nutzen oder über www.organspende-register.de eine Erklärung zur Organ- und Gewebespende abgeben. Machen Sie mit und helfen Sie auch nach dem Tod Leben zu retten.