In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Wenn auch Sie bereits auf ihrer eigenen Fläche eine Blühwiese angelegt haben, werden Sie sich erneut in diesem Sommer über diese Schönheiten der Natur erfreuen können. Für alle Neugierigen ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen. Spezielle Samenmischungen für Blühwiesen sind so zusammengemischt, dass immer wieder andere Blüten über die gesamte Saison hindurch blühen und die Pflanzen unseren heimischen Lehmboden vertragen, weil die ausgewählten Samen eindeutig unserer Region zugeordnet sind. Daher empfehlen wir dringend, hochwertiges Saatgut zu verwenden. Verschiedene Händler bieten gebietseigene Wildblumen und Wildgräser an. Jetzt ist die beste Zeit, um die Wiesen vorzubereiten und auszusähen.
Wichtig ist zunächst die gründliche Vorbereitung des Untergrunds. Die Aussaat in bestehende Wiesen oder Rasen ist selten erfolgreich. Die Grasnarbe sollte abgehoben und der Boden mit einer Fräse bearbeitet oder umgegraben werden. Der gelockerte Boden sollte dann glatt gezogen werden für die Einsaat. Die empfohlene Saatmenge sollte möglichst genau eingehalten werden, meistens sind das 5 bis 7 Gramm pro Quadratmeter. Tipp für die Hobbygärtner: Das entspricht der Menge in der hohlen Handinnenfläche. Da der Samen relativ fein und kleinkörnig ist, sollte dieser vor dem Aussäen mit hellem Sand gemischt werden. So sieht man eher, wohin der Samen gefallen ist und Lücken werden besser erkannt.
Anschließend wird der Boden mit einer Walze oder Brettern unter den Füßen (nicht zu fest) angedrückt oder leicht mit der Schaufel abgeklopft. Gerade in den ersten 14 Tagen muss für ausreichende Feuchtigkeit gesorgt werden.
Freuen Sie sich auf bunt blühende Wiesen, sie sind eine Augenweide, aber auch für Insekten enorm wichtig. Jede dieser Flächen hilft beim Artenschutz.
Das Umweltbundesamt schreibt auf seiner Seite unter der Überschrift: Umweltfreundlich und gesund grillen: vorzugsweise fleischarm und mit Elektrogrill, dass eine Ökobilanz-Studie des TÜV Rheinland ergeben hat, dass die Art des Grillens (Holzkohle, Gas- oder Elektrogrill) für die Umwelt längst nicht so wichtig ist, wie die Auswahl des Grillguts.
Nahezu 95 Prozent der anfallenden klimarelevanten Emissionen werden durch das Grillgut verursacht. Tierische Produkte beispielsweise belasten die Umwelt über den gesamten Lebensweg weit mehr als Gemüse. Bei einer Ökobilanz werden rechnerisch die Emissionen und andere Umweltauswirkungen über den gesamten „Lebensweg“ eines Produktes analysiert: von der Herstellung oder Erzeugung über Transport und Verkauf bis zur Verwendung und Verwertung. (www.umweltbundesamt.de)
Probieren Sie’s aus. Beim nächsten Grillabend verwenden Sie eingelegte Auberginen, bunte Gemüsespieße oder Champignons mit Kräuterbutter. Das klingt nicht nur lecker, sondern ist auch gut fürs Klima und die Wälder. Mit regionalem und saisonalem Gemüse sparen Sie im Vergleich zu Fleisch eine Menge Treibhausgase ein.
Der Umwelt zuliebe: Wenn’s ein neuer sein soll
Nach dem ersten Grillabend wird klar, für die bevorstehende Grillsaison muss ein neuer Grill her. Für zu Hause kommt natürlich ein Einweggrill auf keinen Fall in Frage. Und auch von einem Holzkohlengrill sollten wir uns verabschieden. Für die Holzkohle werden Naturwälder abgeholzt, deutsche und andere europäische Anbieter packen die importierte Holzkohle meist nur ab. Grillkohle aus Polen z.B. besteht überwiegend aus Holz aus der Ukraine und aus Nigeria.
Die waldfreundlichste Alternative ist ein Elektrogrill. Und wenn Sie ihn mit Ökostrom betreiben, wird er noch umweltfreundlicher. Ein Elektrogrill ist sofort einsatzbereit, er wird einfach ein- und ausgeschaltet – das spart Energie und schont das Klima. Ein Elektrogrill ist langlebig und reparaturfähig, wir verschwenden weniger wertvolle Ressourcen.
Hinzu kommt, dass das Grillen mit einem Elektrogrill deutlich gesünder ist. Es entstehen weniger krebserregende Stoffe, die das Grillen mit Kohle so gesundheitsschädlich machen.
Und natürlich entsteht weniger Rauch. Wenn Sie den Elektrogrill z.B. auf dem Balkon nutzen, wird Ihr Nachbar es Ihnen danken, denn es entsteht kein Grill-Rauch, der ihn stören könnte.
Übrigens: Ein Gasgrill hilft zwar, Grillkohle zu vermeiden, ist aber durch das fossile Gas nicht wirklich umweltfreundlich. (www.bund.net)
Die Sonne scheint, Ostern steht vor der Tür, wir nutzen die schöne Zeit, um den Grill herauszuholen und die Grillsaison zu eröffnen. Damit Müll vermieden wird, sollte man auf Einweggrills verzichten. Besser sind herkömmliche, langlebige Grills aus Metall.
Nutzen Sie nach Möglichkeit keine Aluschalen oder Alufolie, sondern besser wiederverwendbare Grillschalen oder -platten aus Edelstahl, Keramik oder Stein. Grillunterlagen aus Metall oder Schiefer sind nachhaltiger als Alufolie. Haben Sie schon einmal versucht, auf Kohlblättern zu grillen? Das ist jedenfalls eine mögliche Alternative, ein Versuch lohnt sich. Aluschalen und -folie sind für säurehaltige oder salzige Speisen ohnehin gesundheitsgefährdend.
Nutzen Sie wiederverwendbares Geschirr statt Einweggeschirr. Das vermeidet unnötigen Müll und Ihr Grillgut sieht gleich hochwertiger aus. Auch einmal benutzbares Plastik oder Pappgeschirr verbraucht nur unnötig Energie und Ressourcen. Der Verkauf von Einweggeschirr aus reinem Plastik ist in der EU sowieso schon seit 2021 verboten, und auch die Pappteller, die sich noch im Handel befinden, sind nicht besonders ökologisch, weil oft mit Kunststoff beschichtet.
Nutzen Sie einfach das gleiche Geschirr wie im Alltag. Bestimmt finden sich noch reichlich ausrangierte Teller hinten im Küchenschrank. Beim Grillausflug sollte auf das eigene Camping-, Porzellan- oder Hartplastik-Geschirr zurückgegriffen werden. Oder Sie investieren einmal in ein gutes und robustes Set Campinggeschirr.