Ortsgemeinde Asbach
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Der Zentrumsort im vorderen Westerwald

Der Umwelt zuliebe

In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.

15.03.2021 - Heimische Blühpflanzen

Wir alle freuen uns darauf, dass es im Garten und auf dem Balkon wieder blüht und duftet. Damit wir langfristig Freude an Blüten und später Früchten haben, brauchen wir kleine Helfer – Bienen, Insekten, Schmetterlinge.

Diese leben von einem Stoff in den Blüten, den Pollen. Leider haben nicht mehr alle Blüten diese Pollen, viele gezüchtete, sogenannte gefüllte Blüten haben keine Pollen mehr, sie sind Blütenblätter geworden.

Denken Sie jetzt beim Bepflanzen bitte daran, möglichst viele ungefüllte und einheimische Pflanzen zu sähen und zu setzen, sie sind die Nahrung unserer kleinen Helfer. Ohne Bienen und Co., ohne Pollen gibt es keine Früchte.

Hinweise zur Pflanzenauswahl:

  • Wählen Sie viele verschiedene, einheimische und standortangepasste Blühpflanzen.
  • Verlängern Sie das Blütenangebot durch den Anbau von früh-, mittel- und spätblühenden Sorten; wichtig sind v.a. Pollen- und Nektarspender im Frühjahr und im Spätsommer.
  • Vermeiden Sie gefüllt blühende Blumensorten, sie bieten keinen Nektar und Blütenstaub.

30.11.2020 - Biotonne

Die Hälfte unserer Abfälle im Haushalt sind kompostierbare „Naturabfälle“. Das Problem ist: Millionen von Tonnen an Gemüse-, Obst- und anderen Essensabfällen werden falsch getrennt und landen im Restmüll - was für eine gigantische Verschwendung von wertvollen Rohstoffen.

Bioabfälle sind der Natur so nahe wie sonst keine Abfälle im Haushalt. Der größte Feind der Biotonne sind deshalb Abfälle aus Plastik, Glas und Metallen. Manche denken, eine Plastiktüte, ein Marmeladenglas oder ein Quarkbecher holen die bei der Müllabfuhr einfach wieder raus. Völlig falsch gedacht: der technische Aufwand und die Kosten hierfür sind enorm. Noch schlimmer: Keiner möchte Plastikfetzen oder Glasscherben in seinem Kompost oder in der Gartenerde haben.

Gar nicht gut, aber es passiert: Lebensmittelverschwendung ist ein großes Problem. Viele Lebensmittel sind weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar. Falls trotzdem der Käse oder die Himbeeren im Kühlschrank verschimmeln, sollten diese dringend über die Biotonne entsorgt werden. Ganz wichtig: Die Verpackung muss leider draußen bleiben und wird über den Gelben Sack getrennt entsorgt. Kein angenehmer Handgriff, aber eben auch kein Hexenwerk.

Betrachte es als Erinnerung, beim nächsten Einkauf genauer zu planen, was rechtzeitig verzehrt werden kann.

Abfälle für die Biotonne können aus hygienischen Gründen in Zeitungspapier eingewickelt oder in Papiermüllbeuteln gesammelt werden. Die Verwendung von Kunststoffmülltüten, auch solche, die "biologisch abbaubar" sind, ist nicht erlaubt, weil Biokunststoffe bei der Kompostierung nicht ausreichend verrotten. Grasschnitt sollte vor dem Einfüllen möglichst antrocknen. Die Abfälle aus der Biotonne werden zu Kompost verarbeitet.

Würde aus allen kompostierbaren Küchen- und Gartenabfällen in unseren Haushalten Kompost hergestellt, könnten große Mengen Kunstdünger auf unseren Äckern eingespart werden.

Die Biotonne verträgt sich auch mit dem Gartenkompost zuhause, denn Speisereste wie Fisch und Fleisch gehören nicht auf den heimischen Kompost und es genügen für den Garten und die Beete wesentlich weniger Humusmengen als der Gartenkompost zur Verfügung stellt. Deswegen fordern wir auch unsere Gartenbesitzer dazu auf, die Biotonne zu nutzen.

16.11.2020 - Geschenkverpackungen

Noch fünf Wochen - dann ist Weihnachten, die Zeit fliegt dahin und viele von uns machen sich schon Gedanken über die Weihnachtsgeschenke. Auch über die Verpackung?

Wussten Sie, dass fast 500 Millionen Liter Wasser und 50 Millionen Kilowattstunden Energie verbraucht werden, wenn jeder Deutsche nur eine Rolle handelsübliches Geschenkpapier kauft und benutzt? Noch schlimmer sind durchsichtige Folien aus Erdöl und Schmuckpapier, das mit Alu beschichtet ist. Und das alles nur für das kurze Erlebnis des Auspackens.

Haben Sie schon einmal über Alternativen nachgedacht?

Ein Geschenk unverpackt zu überreichen, nimmt den Überraschungseffekt, auch das gehört zum Schenken dazu. Packen Sie doch einfach die Geschenke umweltbewusst ein:

Geschirrtücher oder Stoffreste eignen sich gut. Bei der ersten Möglichkeit hat der Beschenkte noch ein zusätzliches Geschenk, Stoffreste hat nahezu jeder zuhause. Es eignen sich auch ausrangierte Tücher, Schals usw.

Zeitungspapier ist eine andere Möglichkeit, verziert mit hübschen Bändern sieht das apart aus. Oder nutzen Sie alte Landkarten, Seiten aus einem überholten Atlas, Notenblätter, die nicht mehr gebraucht werden. Das Geschenk dann mit Bast, Naturmaterialien wie Zimtstangen und getrocknete Orangenscheiben geschmückt, ist es ein echter Hingucker.

Einweckgläser sind eine andere Möglichkeit, um kleine Geschenke, Gutscheine, Geldscheine usw. zu verpacken. Sie lassen sich bemalen, mit allerhand Naturmaterial befüllen und sind zudem noch weiter verwendbar, z.B. als kleine Blumenvase, Behälter für Tee usw.

Halten Sie in den nächsten Wochen die Augen offen. Dann werden Ihnen viele Dinge ins Auge springen, die Sie hervorragend als Geschenkverpackung verwenden können. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt - die Umwelt dankt es Ihnen.

21.10.2020 - BrillenWeltweit

Wussten sie, dass mehr als 100 Millionen Menschen nur deshalb schlecht sehen können, weil sie keine Brille haben? Davon leben fast 90% in den ärmsten Ländern dieser Welt.

Kinder können dank der kostenlosen Brillen wieder zur Schule gehen, weil sie die Schrift an der Tafel und im Heft lesen können. Mehr Sehen bedeutet eine höhere Bildungsqualität. Für die Erwachsenen werden das Arbeiten am Webstuhl und andere handwerkliche Tätigkeiten wieder möglich. Und damit wird ein wichtiger Beitrag zum Lebensunterhalt der Familie geleistet.

Bei uns liegen viele nicht mehr genutzte Brillen in den Schubladen. Wohin damit? BrillenWeltweit ist eine Initiative eines inzwischen verstorbenen Koblenzer Augenoptikers, die unter dem Motto „Brille spenden – Sehen schenken“ Brillen gesammelt, aufgearbeitet und kostenlos sehbehinderten Menschen in der ganzen Welt zur Verfügung gestellt hat.

Heute werden die gesammelten Brillen in Projekten von über 80 Langzeitarbeitslosen und sechs hauptamtlichen Teamleitern gereinigt, aufgearbeitet, vermessen, registriert und versandfertig verpackt. Diese Brillenprojekte sind Europas größtes Recyclingprojekt für gebrauchte Brillen. BrillenWeltweit ist eine Aktion des Deutschen Katholischen Blindenwerks e.V. mit DZI-Spendensiegel.

Machen Sie mit bei drei guten Taten:

  • Kostenlose Abgabe von Brillen an hilfsbedürftige Sehhilfeempfänger in der „Dritten Welt“
  • Langzeitarbeitslose werden integriert
  • Weniger Müll in der Restmülltonne

In unserer Ortsgemeinde Asbach werden Brillen entgegengenommen von Optik-Uhren-Schmuck Klaus Feis, Bahnhofstraße 3 und Apollo-Optik im Vorteil-Center.