In dieser Rubrik stellt der Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Artenschutz der Ortsgemeinde Asbach in regelmäßigen Abständen Tipps, Anregungen und Hilfestellungen zu den Themen Umweltschutz, Mülltrennung und Müllvermeidung bereit.
Frisches Wasser trinken, Geld sparen und
gleichzeitig die Umwelt schützen? Das geht mit Trinkwasser made in Germany. Es
kommt in jedem Haushalt aus der Leitung – und das in hervorragender Qualität.
Wer Flaschenwasser im Ladenregal stehen lässt, schont jeden Tag die Umwelt ein
klein wenig.
Die
Wasserqualität in unserer Region kann sich sehen lassen: Hohe Hygiene- und
Sicherheitsstandards garantieren einwandfreie Qualität, es ist rund um die Uhr
verfügbar – und schneidet im Vergleich mit anderen Getränken auch ökologisch
hervorragend ab. So ist es beispielsweise 2500-mal umweltfreundlicher als Milch
und immer noch rund 450-mal umweltfreundlicher als Mineralwasser. Trotzdem
wurden im Jahr 2023 in Deutschland pro Person 123 Liter in Flaschen konsumiert.
Davon werden viele aus dem Ausland importiert.
Wer
sein Glas mit Wasser aus dem Hahn fühlt, schont also die Umwelt. Wie und was
wir konsumieren, liegt in unserer Hand. Wer sich beim Einkaufen Gedanken über
die Auswirkungen des eigenen Konsums macht, übernimmt Verantwortung.
Die Entscheidung für Trinkwasser aus der Leitung ist ein guter Anfang.
Eine der beliebtesten Aussagen der Klimawandelleugnerinnen und -leugner ist, dass alles nur Panikmache sei. Dabei wird oft von den nötigen Klimaschutz-Maßnahmen abgelenkt. Da heißt es zum Beispiel, wir hätten gar keinen Einfluss auf den Klimawandel oder Klimaschutz wäre zu teuer oder sozial ungerecht oder andere Länder sollten mal zuerst was unternehmen. Dazu werden immer mehr Mythen gestreut – damit muss Schluss sein.
Wir müssen Klimaschutz zum Thema machen und mit Nachbarn, Freunden und Verwandten darüber ins Gespräch kommen Dabei dürfen wir uns nicht als dogmatische Klimaretter oder Moralapostel betätigen. Aber so simpel es klingen mag, wir müssen mehr darüber reden, was wir für den Klimaschutz tun können und warum. Öffentliche Appelle und Berichte über die Medien erreichen bei Weitem nicht die Aufmerksamkeit und Wirksamkeit wie überzeugende Mitmenschen aus unserem persönlichen Umfeld.
Wir können unsere Kinder sensibilisieren, indem wir früh darauf
hinweisen, dass es wichtig ist, Energie zu sparen, Müll zu trennen, sinnvoll
einzukaufen und vieles mehr. In der Regel wissen unsere Kinder da oft besser
Bescheid und gehen als Beispiel voran.
Geht
es um die Förderung der Artenvielfalt, denken wir gleich an Felder, Wald und
Wiesen. Natürlich sind große natürliche Rückzugsgebiete für die Natur
unverzichtbar. Stimmen die Voraussetzungen, kann aber ebenso ein dichtes
Netzwerk von kleinen Nischen vielen Arten sehr effizient eine Heimat bieten –
auch mitten in Wohngebieten.
Dass es in vielen Weltregionen nicht gut
um die Biodiversität steht, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Deutschland
ist leider nicht ausgenommen: Zahlreiche einheimische Pflanzen und Tiere gelten
auch hier als bedroht oder sind bereits ausgestorben. Neue Studien sind der
Frage zur natürlichen Vielfalt in Siedlungsgebieten nachgegangen. Dazu wurden
einzelne Flächen von mindestens einem Quadratmeter auf Pflanzenarten
untersucht, die sich dort angesiedelt haben – mit einer spannenden Erkenntnis:
Zwar beherbergt jede untersuchte Fläche für sich allein nur wenige
unterschiedliche Arten. Zählt man aber die Pflanzen auf vielen kleinen
Einzelflächen zusammen, zeigt sich eine erstaunlich hohe Artenvielfalt.
Biodiversität gibt‘s also auch in bebauten Gebieten. Das funktioniert jedoch
nur, wenn die kleinen Natur-Hotspots möglichst nahe beieinanderliegen, damit
Samen und Pollen sich vermehren können. Gefragt sind keine isolierten Inseln,
sondern ein großes Netzwerk an grünen Nischen.
Zum
Netzwerk können auch ein Fenstersims, Balkon, eine Garageneinfahrt und ein
Hinterhof gehören – je zahlreicher die Nischen, desto besser. Wer eine solche
Nische pflegt, sollte auf Kräuter oder einheimische Blumen setzen. Und: Leben
und leben lassen soll auch für die Pflanzenwelt gelten: Schlägt Grünes zwischen
Pflastersteinen
oder in vermeintlich nutzlosen Ecken Wurzeln, darf man das auch mal so stehen
lassen. Es ist ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht.
Dem einen ist es schlicht zu trocken und altbacken, dem anderen einfach zu hart. Oder es ist nicht mehr essbar, weil schimmelig. Brot und Backwaren gehören deshalb zu den Lebensmitteln, die besonders oft weggeworfen werden. Von allen vermeidbaren Lebensmittelabfällen machen Brot und Backwaren rund 13 % aus - so eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung. Dabei ist Brot eines unserer wichtigsten Grundnahrungsmittel.
Es gibt Tricks, den Alterungsprozess aufzuhalten oder altbackenem Brot einen Frischekick zu verpassen. Hier die Ideen der Initiative „Zu gut für die Tonne!“
· Am besten bewahrt man Brot bei Zimmertemperatur in einer Papiertüte, einem Leinenbeutel, in Brotkästen, -töpfen oder -boxen auf. Durch regelmäßige Reinigung der Brotkästen mit Essig kann Schimmel vorgebeugt werden.
· Im Kühlschrank trocknet Brot schnell aus, deshalb ist eine Lagerung dort nur an besonders feuchten und warmen Sommertagen empfehlenswert.
· Schon bei der Auswahl des Brotes sollte an die Haltbarkeit gedacht werden. Denn je höher der Anteil an Roggen und Vollkorn, desto länger hat man in der Regel etwas davon.
· Wer größere Mengen kauft, sollte zu ungeschnittenem Brot greifen. Denn ganze Brotlaibe sind länger haltbar als geschnittenes Brot.
· Besonders in kleinen Haushalten macht das Einfrieren von Brot Sinn. Brotscheiben, ganze Laibe oder Teilstücke können gut im verschlossenen Tiefkühlbeutel bei minus 18 Grad für ein bis drei Monate eingefroren und nach Bedarf wieder aufgetaut werden. Das Auftauen bei Zimmertemperatur dauert ungefähr fünf Stunden, einzelne Scheiben können einfach direkt in den Toaster.
· Bei altbackenem Brot, das natürlich noch nicht Schimmel angesetzt hat, hilft der Anfeuchte-Trick: Dafür die Kruste mit Wasser anfeuchten und anschließend aufbacken. Dann ist es wieder fast so lecker wie am ersten Tag.
Ist das Brot dann doch mal angeschimmelt - weg damit! Denn auch bei nur einzeln erkennbaren Schimmelstellen oder -punkten kann man davon ausgehen, dass bereits das ganze Brot vom Schimmelpilz befallen ist und nicht mehr verzehrt werden sollte. www.flz.de